Direkt nach Ostern erste Warnstreiks in der Druckindustrie

Pressemitteilung vom 02.04.2024

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten der Druckindustrie ab heute (Dienstag, dem 2. April 2024) bis zur nächsten Verhandlungsrunde zu ersten Warnstreiks auf. Hintergrund sind die bisherigen ergebnislosen ersten beiden Verhandlungsrunden für die circa 110.000 Beschäftigten der Druckindustrie. Die Beschäftigten in den Druckbetrieben fordern zwölf Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Arbeitgeberseite mit dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) hat in der zweiten Verhandlungsrunde gerade einmal 2,0 Prozent zum 1. Juni 2024 und weitere 1,0 Prozent zum 1. Juni 2025 angeboten.

„Das Angebot ist für die Beschäftigten völlig inakzeptabel. Die jetzigen Streiks spiegeln den Ärger darüber wider. Sie sind eine direkte Reaktion auf das Angebot der Arbeitgeber, die dringend aufgefordert sind nachzubessern,“ fordert Rachel Marquardt, ver.di-Verhandlungsführerin. Nach Jahren von Rekordinflation und damit einhergehendem Reallohnverlust bleibe das Angebot des BVDM deutlich hinter den prognostizierten Preissteigerungsraten für die Jahre 2024 und 2025 zurück, so Marquardt. 

„Mit ihrem Angebot provozieren die Arbeitgeber einen weiteren massiven Reallohnverlust für die Beschäftigten der Druckindustrie. Damit würde die Branche weiter von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt. Das lassen sich die Beschäftigten nicht gefallen,“ sagte die Verhandlungsführerin weiter.

Die dritte Verhandlungsrunde in der Druckindustrie findet am 16. April 2024 in Berlin statt.

 

Pressekontakt

Daniela Milutin
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
E-Mail: pressestelle@verdi.de 

 

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