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    Beschäftigte erhöhen den Druck auf Real – Streiks und Aktionstag …

    Beschäftigte erhöhen den Druck auf Real – Streiks und Aktionstag in Düsseldorf für Rückkehr in die Tarifbindung

    29.09.2015

    Beschäftige der SB-Warenhauskette Real werden diesen Mittwoch, 30. September, die Arbeit nieder legen und zu einer Demonstration sowie zentralen Kundgebung vor der Zentrale der Metro AG in Düsseldorf zusammenkommen, um gegen die Flucht der Metrotochter Real aus der Tarifbindung zu protestieren. In Düsseldorf findet an diesem Tag eine Aufsichtsratssitzung der Metro AG statt. Zu den Protesten werden mehrere Tausend Beschäftigte erwartet.

    Real hatte am 17. Juni 2015 den Wechsel in die sogenannte OT-Mitgliedschaft (ohne Tarifbindung) des Arbeitgeberverbands verkündet. Das Unternehmen strebt einen Haustarifvertrag mit abgesenkten Löhnen und Arbeitsbedingungen an, hat sich aber bisher nicht zu Details geäußert. „Das ist ein verheerendes Signal für die real-Beschäftigten. Durch die Tarifflucht drohen ihnen in den nächsten zwei Jahren Einkommensverluste von bis zu 2.000 Euro. Das ist Geld, das die Menschen im Handel dringend benötigen, um jetzt und im Alter über die Runden zu kommen. Die Beschäftigten von real sind keine Mitarbeiter zweiter Klasse. Sie verlangen ohne Wenn und Aber die Rückkehr in die Tarifbindung. Real soll sich warm anziehen, die Beschäftigten wehren sich mit Entschiedenheit gegen den Großangriff auf ihre Entgelte und Arbeitsbedingungen“, sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Sie forderte Real auf, endlich zu benennen, welche Verschlechterungen man im Detail plane. „Real taktiert, weil man die Wut und die Gegenwehr der Beschäftigten fürchtet. Aber die Wut ist bereits jetzt groß“, so Nutzenberger.

    Bisher ist klar, dass Real durch die Tarifflucht den Beschäftigten die aktuellen Entgelterhöhungen der Tarifrunde 2015 vorenthalten will, in den meisten Regionen sind das 2,5 Prozent in diesem und zwei Prozent im nächsten Jahr. Bei Neueinstellungen droht eine generelle Verschlechterung der Löhne, Gehälter und Arbeitsbedingungen. ver.di fordert von Real den Abschluss eines Anerkennungstarifvertrags, so dass die Tarifbindung trotz des Wechsels von Real in die OT-Mitgliedschaft wieder hergestellt werden könnte. Am heutigen Dienstag finden in Düsseldorf Tarifverhandlungen mit Real statt. Eine Einigung wird nicht erwartet.

    Auf der zentralen Streikkundgebung am Mittwoch in Düsseldorf werden die Beschäftigten rund 25.000 Protestunterschriften an den Vorstand der Metro AG übergeben. Zur Kundgebung reisen Beschäftigte aus etlichen Teilen des Bundesgebiets an. An einer Vielzahl von Standorten sind Arbeitsniederlegungen geplant. Bei Real arbeiten rund 38.000 Beschäftigte.


    Hinweise für die Redaktionen:
    Der Demonstrationszug startet gegen 11 Uhr in der Toulouser Allee 3 (40211 Düsseldorf) und führt über die Grafenberger Allee zur Metro-Zentrale (Grafenberger Allee 339, 40235 Düsseldorf). Dort beginnt die Kundgebung gegen 12 Uhr. Auf ihr sprechen unter anderem Werner Klockhaus, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Real, sowie ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Auch die Beschäftigten der umliegenden Handelsfilialen auf dem sogenannten Metro-Campus sind dazu eingeladen, sich an der Kundgebung zu beteiligen.

    Ansprechpartner für Pressekontakte vor Ort:
    Heino-Georg Kassler, 0175-2976712
    Günter Isemeyer, 0175-9330300

    Weitere Informationen unter www.real-verdi.de 



    Pressekontakt

    Eva Völpel
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
    Fax: 030/6956-3001
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