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    Beschäftigte im öffentlichen Dienst - nicht nur Silvester Opfer von Gewalt

    Pressemitteilung vom 04.01.2023

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verurteilt die Gewalt gegen Feuerwehrleute und Polizisten in der Silvesternacht scharf und weist darauf hin, dass auch für den Rest des Jahres gelten muss, dass Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst keinesfalls als Berufsrisiko in Kauf genommen werden darf. ver.di fordert die Dienstherren und Arbeitgeber im Bund, in den Ländern und den Kommunen auf, ihren Fürsorgepflichten gegenüber den Beschäftigten deutlich mehr nachzukommen.

    Ein Drittel der Feuerwehrleute, Rettungskräfte, der Beschäftigten im Justizvollzug und in Ordnungsämtern sei innerhalb eines Jahres mit Gewalt konfrontiert worden, betont Arno Dick, bei ver.di zuständiger Gewerkschaftssekretär für Feuerwehren. Das mache deutlich, dass Dienstherren und Arbeitgeber dringend gefordert seien, sichere Arbeitsplätze zu schaffen, ausreichend Personal zur Erfüllung der Aufgaben einzustellen sowie betroffenen Beschäftigten mehr Fürsorge zuteilwerden zu lassen.

    Zudem müsse darüber nachgedacht werden, wie mit geeigneten Maßnahmen präventiv Angriffe auf Vertreter des Staates und des öffentlichen Dienstes verhindert werden können. Bessere technische Ausstattungen, mehr Personal und verbesserte Abläufe könnten nur erste Schritte sein, um die Situation für die Beschäftigten zu verbessern. Hier sei in den vergangenen Jahren vieles versäumt worden.

    „Gerade diese Beschäftigten helfen Menschen in Not. Sie helfen, Leben zu retten. Gezielte und vorsätzliche Angriffe auf sie sind ein Tabubruch, der die Gesellschaft insgesamt betrifft und in keiner Weise hinnehmbar ist“, betont Dick.

    Die Silvesternacht habe besonders deutlich gezeigt, welcher Gewalt viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst ausgesetzt sind. Allein in Berlin sei es zu 38 Übergriffen auf Feuerwehrleute gekommen, die zu 15 verletzten Einsatzkräften geführt habe. Dick verurteilte die Gewalt, die durch nichts zu rechtfertigen sei und wünschte allen verletzten Feuerwehrleuten, Polizistinnen und Polizisten schnelle Genesung.

    Aktuell mangele es massiv an Hilfsangeboten und Unterstützung vor und nach einem Übergriff. Arbeitgeber und Dienstherren müssten hier dringend nachbessern und ihre Verantwortung gegenüber den Beschäftigten wahrnehmen.

     

     

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
    E-Mail: pressestelle@verdi.de

     

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