Mitmachen

    Beate M. und Bärbel T.

    Beschäftigte im Handel

    Beate M. und Bärbel T.

    Beschäftigte im Handel

    „Ich möchte nicht, dass sich mein Sohn mal mit drei oder vier Minijobs über Wasser halten muss. Ich lebe ihm einfach vor, dass es wichtig ist zusammenzuhalten.“

    Beate M.

    Beate Mickasch und Bärbel Thamhayn arbeiten im Einzelhandel, in der Branche, die wie kaum eine andere in Deutschland zunehmend durch Minijobs, Leiharbeit, Werkverträge und geringe Bezahlung gekennzeichnet wird. Das macht es auch für ver.di immer schwieriger, die Beschäftigten im Handel zu organisieren. Beate Mickasch und Bärbel Thamhayn, die beide in einem Edeka-Markt arbeiten und auch im Betriebsrat sind, haben es dennoch geschafft, 80 Prozent der Beschäftigten zu organisieren.

    „Es macht unheimlich viel Spaß, in der Gemeinschaft Dinge zu erreichen. Als einzelner kann man längst nicht so viel erreichen wie in der Gruppe.“

    Bärbel T.

    Aber sie wissen auch, dass das viel Einsatz erfordert. Es gibt kaum noch Schichten im Handel, in denen die gesamte Belegschaft komplett arbeitet. Vielmehr sieht es in manchem Betrieb so aus, dass nahezu täglich andere Menschen miteinander arbeiten. Wenn niemand mehr eine Vollzeitstelle hat, sondern nur Teilzeit arbeitet oder einen Minijob oder Werkvertrag hat, möglicherweise noch zwei oder drei andere Arbeitgeber hat, dann kann der Wunsch, sich gewerkschaftlich zu organisieren, schnell auch zur Überforderung geraten. In einer immer noch von Frauen dominierten Branche lassen sich Beate, Bärbel und ihre Mitstreiterinnen trotzdem nicht davon abbringen, zusammenzukommen und für die eigenen Rechte zu streiten.

    Die Tarifrunde 2011 im Einzelhandel steht für...

    Weiterführende Informationen