Bühnenteaser

  • Idee & Tradition : Zeitstrahl

Mit gerade erst zehn Jahren sind wir noch recht jung, haben aber dennoch eine lange Geschichte. ver.di entstand 2001 aus dem Zusammenschluss von fünf Einzelgewerkschaften aus verschiedenen Dienstleistungsbranchen. Und jede dieser fünf Gewerkschaften, die sich da zusammentaten, hatte eine lange Tradition. Es ist die Geschichte eines beharrlichen Streitens für die Würde und Rechte der abhängig Arbeitenden, für bessere Arbeit und besseren Lohn in einer besseren Welt. In langen und harten Arbeitskämpfen haben die Gewerkschaften Rechte erkämpft, die vielen heutzutage längst als selbstverständlich gelten. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall etwa, den Anspruch auf Urlaub oder die Fünf-Tage-Woche. In dieser Tradition stehen wir, die Vielen, die heute ver.di sind. Seit der ver.di-Gründung haben wir schon allerhand erreicht.

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2001
  • Der erste ver.di-Tarifvertrag

    24.03.2001 | ver.di schließt den ersten Tarifvertrag ab. Nach Warnstreiks von rund 10.000 Beschäftigten einigen sich Lufthansa und ver.di auf einen neuen Tarifvertrag für das Boden- und Kabinenpersonal.

  • Tarifrunde private Banken

    22.05.2001 | Seit Mitte Januar 2001 hatten die Tarifkommissionen von DAG und HBV gemeinsam getagt und Forderungen für die Tarifrunde bei den privaten Banken aufgestellt. Die Tarifverhandlungen führt schon die neue Gewerkschaft ver.di. In der dritten Verhandlungsrunde kommt es dann bereits zum Abschluss. Verlängerung des Vorruhestandstarifvertrages, der Altersteilzeit sowie der tariflichen Öffnungsklausel zur Beschäftigungssicherung bis Ende 2003 können durchgesetzt werden. Die Tarifsteigerung liegt deutlich über den Lohn- und Gehaltssteigerungen, die etwa die IG Metall oder die IG Bergbau-Chemie-Energie für 2001 ausgehandelt haben. Bei der Arbeitszeit ist es ver.di gelungen, der von den Arbeitgebern gewünschten generellen Sonn- und Feiertagsarbeit im Rahmen der Euro-Einführung einen Riegel vorzuschieben.

  • Tarifergebnis in der Versicherungsbranche

    29.05.2001 | Nach Warnstreiks und Protestaktionen der Beschäftigten in den Versicherungen, an denen sich mehr als 10 000 Angestellte beteiligen, einigen sich ver.di und Arbeitgeber auf ein Ergebnis, das im Gesamtvolumen deutlich über 3 Prozent liegt. Regelungen zur regelmäßigen Samstagsarbeit und zur Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden können verhindert werden.

  • Abschluss für die Beschäftigten im Einzelhandel

    21.06.2001 | In Hamburg gelingt nach zweimonatigen Verhandlungen überraschend ein erster Abschluss im Einzelhandel, der in der Folgezeit bis Ende Juni in vielen anderen Tarifgebieten weitgehend unverändert übernommen wird. Nach völlig unzureichenden ersten Angeboten der Arbeitgeber im April sorgt ver.di mit einer "Politik der Nadelstiche"für Unruhe im Einzelhandel. Eine Welle von Warnstreiks und Protestaktionen in verschiedenen Tarifbereichen erhöht den Druck auf die Arbeitgeber. So kann ver.di auch den Einstieg in die betriebliche Altersvorsorge durchsetzen.

2002
  • Tarifabschluss für die Beschäftigten in Privatbanken

    13.12.2002 | Im privaten Bankgewerbe endet mit dem Abschluss eines Tarifvertrages eine der langwierigsten und schwierigsten Tarifrunden in der Branche. Ende Februar 2002 hat ver.di ihre Tarifforderungen für die rund 300 000 Beschäftigten aufgestellt und erst rund zehn Monate später kommt es nach heftigen Kontroversen, Arbeitskampf und mehrmonatiger Verhandlungspause zu einem Tarifabschluss. Die Arbeitgeberforderungen nach einer Durchlöcherung des Flächentarifvertrags kann abgewehrt, die bisherigen Tarifansprüche gesichert und die beabsichtigte Senkung der Festgehälter bis zu 35 Prozent verhindert werden. Wichtig sind auch die Verbesserungen bei Altersteilzeit und Beschäftigungssicherung.

2003
  • Tarifabschluss für Beschäftigte im öffentlichen Dienst

    09.01.2003 | Nachdem die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes die Schlichtungsempfehlung als "zu gewerkschaftsfreundlich" abgelehnt hatten, wird erst nach mühsamen Verhandlungen und erneuten Arbeitskämpfen ein Abschluss erreicht. ver.di kann wichtige Forderungen durchsetzen, u. a. die verbindliche 100-Prozent-Angleichung der Löhne und Vergütungen im Tarifgebiet Ost bis zum 31. Dezember 2007 und die Verpflichtung zur Neugestaltung des Tarifrechts des öffentlichen Dienstes bis zum 31. Januar 2005. Der Abschluss löst eine sehr kontroverse Diskussion aus. Einzelne Länder (Berlin, Hessen) scheiden aus der Tarifgemeinschaft aus.

  • Tarifabschluss für Zeitarbeitskräfte

    27.05.2003 | Der DGB und der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) einigen sich auf einen bundesweiten Entgelt- und Entgeltrahmen-Tarifvertrag für Zeitarbeitskräfte. Der Tarifvertrag für rund 200 Zeitarbeitsunternehmen und die bis zu 100.000 dort Beschäftigten tritt am 1. Januar 2004 in Kraft und ist erstmals zum 31. Dezember 2007 kündbar.

  • Erster regionaler Tarifabschluss im Einzelhandel

    16.07.2003 | In den Auseinandersetzungen im Einzelhandel kann in Hamburg ein erster regionales Tarifvertrag abgeschlossen werden. Nach fünfmonatiger Dauer, mit dutzenden regionalen Verhandlungsterminen und rund 400 Streikmaßnahmen im gesamten Bundesgebiet erweist sich diese Tarifrunde als eine der schwierigsten in dieser Branche. Die Arbeitgeberforderungen nach Nullrunde, Öffnungsklauseln und Verschlechterungen bei den Zeitzuschlägen können abgewehrt werden. Die erreichte Reallohnsteigerung und die verbesserten Freistellungsansprüche an Samstagen sind ein großer Erfolg angesichts der Änderung des Ladenschlussgesetzes, dass es den Einzelhandelsgeschäften erlaubt, ab 1. Juni 2003 an Samstagen bis 20 Uhr zu öffnen.

  • Erster Rahmentarifvertrag in branchenunabhängigen Callcentern

    15.10.2003 | ver.di hat mit der Walter TeleMedien Holding GmbH einen ersten Rahmentarifvertrag für Beschäftigte in branchenunabhängigen Call-Centern abgeschlossen.

2004
  • Urabstimmung in den Tageszeitungsredaktionen

    05.03.2004 | In der Urabstimmung über das Ergebnis der Tarifverhandlungen für die Redakteure und Redakteurinnen bei Tageszeitungen vom 25. Februar 2004 stimmen 67 Prozent der Teilnehmenden für Annahme. Das Ergebnis spiegelt die kritische Diskussion über den Tarifabschluss wider. Abstriche müssen die Redakteure z. B. beim Urlaubsgeld und bei der Zahl der Urlaubstage hinnehmen. Immerhin kann der Manteltarifvertrag mit einigen Veränderungen wieder in Kraft gesetzt werden. Das Ergebnis ist Ausdruck der realen Kräfteverhältnisse. Der Tarifkonflikt ist in der jüngeren Tarifgeschichte ohne Beispiel. Die Zeitungsverleger zeigten deutlich, dass es ihnen um eine Machtprobe, nicht aber um einen tragfähigen Kompromiss ging. Nur durch eine hohe Mobilisierung und Streikbereitschaft der Journalistinnen und Journalisten konnte das Ergebnis durchgesetzt werden.

  • Arbeitsplätze der Telekom-Beschäftigten gesichert

    15.03.2004 | Nach sechs Verhandlungen zu einem Beschäftigungsbündnis mit der Deutschen Telekom setzt ver.di ein Ergebnis durch, das die Arbeitsplätze der Beschäftigten sichert. Es sieht den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum 31. Dezember 2008 und die Schaffung von 10.000 Arbeitsplätzen vor. Die wöchentliche Arbeitszeit soll von 38 Stunden auf 34 Stunden reduziert, aber wie 35,5 Stunden Arbeit bezahlt werden.

  • Einigung für die Beschäftigten im Bankgewerbe

    08.07.2004 | In den Tarifverhandlungen des Bankgewerbes erzielen Arbeitgeber und ver.di nach mehr als 20stündigen Verhandlungen bei der dritten Gesprächsrunde in Frankfurt eine Einigung. Für die Arbeitgeber war entscheidend, dass es eine Öffnungsklausel für Institute in wirtschaftlich schwieriger Lage gibt, wobei unter bestimmten Voraussetzungen befristet vom Tarifvertrag abgewichen werden kann.

  • Neugestaltung des Tarifrechts für den öffentlichen Dienst

    21.10.2004 | Für zwei Tage treffen sich die Mitglieder der Bundestarifkommission, um über eine Neugestaltung zu diskutieren.

2005
  • Tarifliche Regelung für Film- und Fernsehschaffende

    14.06.2005 | Rückwirkend zum 1. Juni tritt eine tarifliche Regelung in Kraft, die die berufliche Existenz von geschätzten 10 000 Film- und Fernsehschaffenden sichert. Damit kann ver.di erstmals eine durch die Hartz-Gesetzgebung entstandene soziale Härte tarifvertraglich auffangen. Film- und Fernsehschaffende brauchen nicht länger zu fürchten, dass ihre ungewöhnlichen Arbeitsbedingungen sie zu ALG II-Empfängern machen und sie gezwungen sein werden, ihren Beruf deswegen aufzugeben und jede andere Arbeit anzunehmen, die für zumutbar gehalten wird.

  • Einigung für die Beschäftigten in der Druckindustrie erzielt

    15.06.2005 | In der Tarifauseinandersetzung für die gut 200 000 Beschäftigten der Druckindustrie wird nach 22-stündigen Verhandlungen eine Einigung erzielt. Die 35-Stunden-Woche bleibt ohne Wenn und Aber erhalten. Das ist der wichtigste Erfolg des Kompromisses. Auch der Flächentarif bleibt intakt. Ebenso kann die von den Arbeitgebern geforderten Öffnungsklauseln bei Jahresleistung (Weihnachtsgeld) und Urlaubsgeld verhindert werden.

  • Neues Tarifrecht für Bund und Kommunen

    01.10.2005 | Das neue Tarifrecht für Bund und Kommunen tritt in Kraft. Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) löst den Bundes-Angestelltentarifvertrag (BAT) von 1961 ab. Die ver.di-Bundestarifkommission hat das Ergebnis der monatelangen Redaktionsverhandlungen zum Potsdamer Tarifabschluss vom Februar 2005 am 10. September in Berlin mit großer Mehrheit gebilligt.

  • Inkrafttreten des neuen Tarifvertrags für Bund und Gemeinden

    01.10.2005 | Nach zähen Redaktionsverhandlungen verständigen sich die Verhandlungsführer von ver.di, Bund und Kommunen am 13. September auf den Wortlaut des TVöD. Jetzt fordert ver.di auch die Übernahme der Regelungen für die Länder.

  • Neuer Tarifvertrag für Beschäftigte bei der Lufthansa

    06.10.2005 | ver.di und die Lufthansa einigen sich für die rund 12.000 Beschäftigten der Lufthansa AG / Passage auf eine neue Vergütungsstruktur und eine mehrjährige Zukunftssicherung. Mit dem neuen Tarifvertrag wird das über dreißig Jahre alte Vergütungssystem abgelöst.

2006
  • Einigung im Berliner Einzelhandel

    04.01.2006 | Im über sechs Monate andauernden Tarifkonflikt im Berliner Einzelhandel kommt es in der dritten Verhandlungsrunde nach einem achttägigen Verhandlungsmarathon am späten Abend des 4. Januar zu einer Einigung.

  • Tarifvertrag für die Zeitarbeitsbranche

    30.05.2006 | Die DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit, schließt mit dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) und dem Bundesverband Zeitarbeit (BZA) nach monatelangen Verhandlungen einen Tarifvertrag zur Regelung von Mindestarbeitsbedingungen und Mindestentgelt für die Zeitarbeitsbranche ab.

  • Tarifvertrag-Eckpunkte für Beschäftigte an kommunalen Kliniken

    01.08.2006 | ver.di, dbb tarifunion und die kommunalen Arbeitgeber einigen sich auf Eckpunkte zu einem Tarifvertrag für die Beschäftigten an kommunalen Kliniken. Danach sollen die Einkommen der Ärztinnen und Ärzte im Durchschnitt um 10 bis 11 Prozent steigen. Eine regelmäßige Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche, die einzelvertraglich auf 38,5 verkürzt werden kann, wird vereinbart. Für alle anderen Beschäftigten werden monatliche Zulagen gezahlt. Der Marburger Bund kündigt an, dieses Tarifergebnis nicht zu akzeptieren und die Streiks fortzusetzen.

  • Abschluss für Tageszeitungsredakteur/innen

    08.09.2006 | In der sechsten Runde in den seit zwölf Monaten andauernden Tarifverhandlungen für die 14.000 Redakteurinnen und Redakteure bei Tageszeitungen einigen sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auf einen Abschluss. Manteltarifvertrag und Altersversorgungstarifvertrag bleiben danach mindestens bis Ende 2008 unverändert.

  • Neues Tarifrecht bei den Ländern

    01.11.2006 | Ab heute gilt auch für die Beschäftigten bei den Bundesländern (außer Berlin und Hessen) das neue Tarifrecht. Am 29. Mai hatten sich ver.di, die dbb tarifunion und Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach 14 Wochen Streik auf die "Eckpunkte" für ein neues Tarifrecht bei den Ländern, den Tarifvertrag für die Länder (TV-L), geeinigt. Die Haltung der Arbeitgeber in den Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst zwang zum ersten Mal nach 14 Jahren zu einem breiten Streik zur Durchsetzung der gewerkschaftlichen Forderungen.

  • Kein Streik bei der Deutschen Post

    23.12.2006 | Der drohende Streik bei der Deutschen Post ist abgewendet. Die Tarifparteien einigen sich darauf, dass die rund 60.000 Postbeamtinnen und -beamten auch im kommenden halben Jahr nur 38,5 Stunden pro Woche arbeiten. Eigentlich sollten sie vom 1. Januar an 41 Stunden arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt fällt eine Ausnahmeregelung weg, die den Postbeamten eine kürzere Arbeitszeit als ihren Kolleginnen und Kollegen in anderen Bereichen der Bundesverwaltung zugestand.

2007
  • Tarifkonflikt bei der Deutschen Telkom beigelgt

    29.06.2007 | Der größte Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom seit der Privatisierung 1995, die Auseinandersetzung um die Ausgliederung von mehr als 50.000 Beschäftigten in eine T-Service-Sparte, ist nach drei Monaten beigelegt. In der am 28. und 29. Juni bundesweit durchgeführten Urabstimmung haben sich von 22.084 abstimmungsberechtigten ver.di-Mitgliedern 72,6 Prozent für die Annahme des Verhandlungsergebnisses ausgesprochen. Die Einkommen bleiben gleich, der Kündigungsschutz wird erheblich verlängert – für die Beschäftigten ist das Bestmögliche erreicht worden. Allerdings wird die Wochenarbeitszeit von 34 auf 38 Stunden verlängert. Positiv wird der bundesweite Solidaritätstag mit den Telekom-Streikenden aufgenommen: am 31 Mai hatten sich in 75 ver.di-Bezirken bundesweit rund 50.000 Menschen aus allen ver.di-Fachbereichen an Protesten und Kundgebungen beteiligt.

  • Kooperationsvereinbarung zwischen ver.di und dbb Tarifunion

    23.07.2007 | ver.di und die zum Deutschen Beamtenbund gehörende dbb Tarifunion streben eine Kooperationsvereinbarung über eine engere tarifliche Zusammenarbeit an. Geplant ist neben einer abgestimmten Lohnforderung erstmals auch eine gemeinsame Verhandlungsführung in den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst.

  • Mindestlohn in der Postdienstebranche

    04.09.2007 | ver.di einigt sich mit dem Arbeitgeberverband Postdienste e.V. auf einen Mindestlohntarifvertrag für die rund 200.000 Beschäftigten der Postdienstebranche. Der Tarifvertrag soll nun in der kommenden Woche dem Bundesarbeitsministerium vorgelegt werden, das dessen Allgemeinverbindlichkeit erklären soll. ver.di und der Arbeitgeberverband vereinbaren, dass Postdienstleister in Ostdeutschland mindestens 8 Euro pro Stunde und 8,40 Euro im Westen zahlen müssen. Im Jahr 2010 sollen die Unterschiede in beiden Teilen der Republik dann wegfallen. Die Vereinbarung betrifft zunächst nur die rund 20 Firmen im Verband und soll ab Oktober für diese gelten. Große Deutsche-Post-Konkurrenten wie TNT Post und PIN Group gehören dem Verband aber nicht an. Erklärt das Ministerium die Allgemeinverbindlichkeit des Abschlusses, werden die Löhne für die ganze Branche wirksam.

  • Tarifsozialplan bei der Sparkassen-Informatik durchgesetzt

    26.10.2007 | Nach 19-wöchigen Streiks bei der Sparkassen-Informatik an den Standorten Karlsruhe, Mainz, Duisburg und Köln - den ersten Streiks in der Geschichte des Unternehmens überhaupt - einigen sich ver.di und die Arbeitgeber auf den ersten Tarifsozialplan im Dienstleistungsgewerbe. Die Beschäftigten haben damit einen Sozialplan erkämpft, der über klassische betriebliche Sozialpläne hinausgehend konkret Arbeitsplätze rettet.

  • Tarifabschluss für das Versicherungsgewerbe

    24.11.2007 | Nach 14 Verhandlungsstundenen erreicht ver.di für das Versicherungsgewerbe einen Tarifabschluss. Er umfasst unter anderem verlängerte Regelungen zur Altersteilzeit, 25 Prozent Zuschlag für Nachtarbeit ab 21 Uhr und zwei neue Tarifgruppen für Neueingestellte. Abgewehrt sind unter anderem erweiterte Samstagsarbeit, variabilisierte Sonderzahlungen und die Ausgründung in tariflose Gesellschaften.

  • Tarifergebnis bei CinemaxX

    20.12.2007 | Nach einer mehr als vier Jahre dauernden Tarifauseinandersetzung mit dem Kinounternehmen CinemaxX wird kurz vor Mitternacht ein Verhandlungsergebnis für die etwa 2.000 Kinomitarbeiter/innen erzielt. Die Tarifvereinbarung zwischen ver.di und dem Kinounternehmen beginnt im Januar 2008 und hat eine Laufzeit von 48 Monaten. Der Tarifvertrag sieht vor, die nach der Tarifflucht von CinemaxX eingeführten Löhne von 6,50 Euro in acht Stufen auf 8 Euro anzuheben.

2008
  • Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

    31.03.2008 | Bund und Kommunen verständigen sich mit den Gewerkschaften nach zähen Verhandlungen in Potsdam auf Lohnsteigerungen von 5,1 Prozent für dieses und 2,8 Prozent plus Einmalzahlung von 225 Euro für das kommende Jahr. Damit gelingt es im öffentlichen Dienst erstmals nach drei Jahren, wieder Anschluss an die allgemeine Einkommensentwicklung zu gewinnen. Der Tarifvertrag sieht außerdem die Verlängerung der Wochenarbeitszeit in den westdeutschen Gemeinden von 38,5 auf 39 Stunden vor. Abweichende Regelungen gibt es für die Bereiche Krankenhäuser, Nahverkehr und Versorgung. 76,5 Prozent der anschließend 189.000 befragten Beschäftigten bewerten den Abschluss positiv.

  • Konzernumbau bei IBM tariflich abgesichert

    15.05.2008 | Der unter dem Stichwort "One IBM" laufende Konzernumbau wird tariflich umfassend abgesichert. Darauf verständigen sich ver.di sowie der Konzernbetriebsrat und die IBM-Geschäftsführung nach mehrmonatigen Verhandlungen. Demnach erhalten alle Beschäftigten der neuen IBM-Gesellschaften zum 1. Juli 2008 die gleichen tariflichen Mindestbedingungen wie die Beschäftigten der IBM Deutschland GmbH. Dies betrifft die Tarifverträge zu den Allgemeinen Beschäftigungsbedingungen, der Arbeitszeit, dem Urlaub, der Qualifizierung, den Entgeltrahmentarifvertrag, den Tarifvertrag für befristet Beschäftigte bis hin zum Schlichtungsabkommen sowie den Tarifvertrag Beruf und Familie.

  • Eckpunkte für neues Tarifrecht in Hessen

    03.06.2008 | Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes verständigen sich mit der Landesregierung Hessen auf eine Eckpunktevereinbarung für ein neues Tarifrecht. Die Vereinbarung sieht vor: Für das gesamte Jahr 2008 erhalten die Beschäftigten eine Einkommensverbesserung von 3 Prozent. Angerechnet werden hierbei die bereits gewährten 2,4 Prozent ab 1. April 2008. Zudem erhalten die Beschäftigen eine nach Gehaltsgruppen gestaffelte Einmalzahlung von 100 oder 150 Euro. Seit April 2004 gehört das Land Hessen nicht mehr der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) an. Die Gewerkschaften streben an, durch eine Rückkehr in die TdL eine langfristige und unmittelbare Tarifbindung zu erreichen. Mit dem Abschluss von Wiesbaden ist ver.di ihrem Ziel ein Stück näher gekommen, für alle Landesbediensteten in Deutschland gleiche Bedingungen zu schaffen. Die Höhe des Abschlusses entspricht der Vereinbarung zwischen den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes mit der Tarifgemeinschaft der Länder.

  • Hafenarbeiter mit bisher höchstem Lohnabschluss

    03.06.2008 | Die 9.000 Hafenarbeiter in Deutschland bekommen die höchsten Lohnerhöhungen der bisherigen Tarifrunde. In Hamburg einigen sich ver.di und der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) auf eine Erhöhung der Löhne und Zuschläge um 4,8 Prozent. Hafenarbeiter in Vollcontainerbetrieben bekommen zusätzlich eine jährliche Zahlung von 400 Euro. Erstmals vereinbart ver.di in einem Flächentarifvertrag eine Vorteilsregelung für Gewerkschafter. Danach erhalten ausschließlich die ver.di-Mitglieder unter den Hafenarbeitern eine neu eingeführte Erholungsbeihilfe von 260 Euro jährlich. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten.

  • Einigung bei Postbank und Betriebs Center Banken

    05.06.2008 | Bei Postbank und Betriebs Center Banken (BCB) kann eine Einigung in den Tarifverhandlungen durchgesetzt werden. Diese war nur möglich durch den Druck, den die Beschäftigten der Postbank mit Warnstreiks und Kundgebungen für ihre Forderungen nach Beschäftigungssicherungen für den Fall des Weiterverkaufs der BCB AG gemacht haben. Hintergrund war die Planung der Postbank, alle 1.700 Beschäftigten im Zahlungsverkehr in die BCB AG auszugliedern, ohne ein qualifiziertes Rückkehrrecht für die Betroffenen zu vereinbaren. Für die Beschäftigten konnten umfangreiche Arbeits- und Einkommenssicherungen erreicht werden. Durchgesetzt wird ein Rückkehrrecht zur Postbank im Fall der Insolvenz sowie im Falle, dass die Postbank ihre Mehrheitsbeteiligung an der BCB aufgibt. Für Beschäftigte der PAS (Zahlungsverkehrseinheit der ehemaligen HVB) kann die Tarifgebundenheit im Flächentarifvertrag privates Bankgewerbe nach jahrelangem tariflosem Zustand wieder hergestellt werden.

  • Neuer Flächentarifvertrag im Einzelhandel

    10.07.2008 | Nach 18 Monate dauernden Tarifauseinandersetzungen mit vielen Streiks einigen sich ver.di und die Arbeitgeber in Baden-Württemberg auf einen neuen Flächentarifvertrag. Der Kompromiss hat Pilotcharakter für die gesamte Branche mit bundesweit 2,7 Millionen Beschäftigten.

  • Tarifabschluss im Einzelhandel Rheinland-Pfalz

    23.07.2008 | Die mit 18 Monaten bisher längste Tarifauseinandersetzung, der mit 14 Monaten längste Arbeitskampf in der Geschichte der Bundesrepublik, der Tarifkonflikt im Einzelhandel, ist nun auch in Rheinland-Pfalz beendet . Der Durchbruch ist am 11. Juni durch den Abschluss für die etwa 220.000 Beschäftigten des Einzelhandels in Baden-Württemberg gelungen. Als letzte haben sich in Mainz ver.di und die Arbeitgeber auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 100 000 Beschäftigten im Land geeinigt. Auch der Konflikt um die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit ist damit vorerst beendet: Lediglich an Samstagen werden die Nachmittagsstunden zwischen 14 und 18.30 Uhr künftig wie normale Arbeitszeit behandelt. Zum Ausgleich kann ver.di für die Jahre 2009 und 2010 jeweils 170 Euro als Vorsorgeleistungen oder Warengutscheine durchsetzen.

  • Urabstimmung bei der Deutschen Lufthansa

    13.08.2008 | In einer Urabstimmung unter den Beschäftigten der Deutschen Lufthansa haben 51 Prozent für die Annahme des Verhandlungsergebnisses vom 1. August 2008 gestimmt, das nach fünf Tagen Streik durchgesetzt werden konnte. Das zeigt, dass die Mehrheit der Beschäftigten das Ergebnis akzeptiert. Angesichts des wirtschaftlichen Höhenflugs der Lufthansa und des Verzichts, den die Beschäftigten in schwierigen Zeiten geleistet haben, waren die Erwartungen allerdings sehr hoch. Auch die kritischen Stimmen zum Ergebnis werden nun in die ver.di-Tarifpolitik im Lufthansakonzern einfließen würden.

  • Tarifergebnis für die Beschäftigten der Postbank erzielt

    25.09.2008 | ver.di und die Postbank AG erzielen ein Ergebnis für die rund 6.300 Beschäftigten bei der Postbank AG, der Postbank PB Firmenkunden AG, der BCB sowie der interServ. Mit diesem Tarifabschluss setzt ver.di einen Kündigungsschutz bis Ende 2012 durch. Dies ist angesichts des Verkaufs der Postbank an die Deutsche Bank ein großer Erfolg, gibt er doch den Beschäftigten Planungssicherheit. Die deutlichen Gehaltserhöhungen sichern zudem die realen Einkommen. Das Ergebnis konnte nur durch die Streiks erreicht werden, mit denen die Beschäftigten ihre Gewerkschaft bei den Tarifverhandlungen unterstützt haben. Durch den Tarifabschluss werden betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 2012 ausgeschlossen.

  • Tarifergebnis für Zeitungsjournalist/innen

    10.11.2008 | Nach über dreimonatigen Verhandlungen einigen sich die Vertreter von ver.di, DJV und BDZV auf einen neuen Gehaltstarifvertrag für die rund 14.000 Redakteur/innen bei Tageszeitungen. Die Verleger sagen zu, die von ihnen ausgesprochene Kündigung des Manteltarifvertrags zum 31. Dezember zurückzuziehen. Darüber hinaus wird vereinbart, dass während der Laufzeit des Gehaltstarifvertrags keine Kündigung der Altersversorgung durch die Verleger möglich ist. Zeitnah werden Verhandlungen über die Einbeziehung der Onlineredakteure in den Tarifvertrag aufgenommen. Über die Umsetzung des Tarifabschlusses für die arbeitnehmerähnlichen Freien soll in Kürze verhandelt werden.

  • Neues Beamtenrecht des Bundes

    13.11.2008 | ver.di und der dbb beamtenbund und tarifunion begrüßen, dass der Bundestag die Weichen für ein neues Beamtenrecht des Bundes gestellt hat. Mit dem am Abend des 12. November 2008 verabschiedeten Dienstrechtsneuordnungsgesetz – DNeuG – findet ein Modernisierungsprozess seinen vorläufigen Abschluss, den dbb und ver.di bereits in der vergangenen Legislaturperiode angestoßen und wesentlich vorangetrieben hatten.

  • Erster Warnstreik im Privatfernsehen

    16.12.2008 | Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Privatfernsehens streiken die Beschäftigten der ProSiebenSat.1 Media AG und der Betriebe der Senderfamilie in Berlin. Im Anschluss an die Betriebsversammlung gehen sie zu einem Warnstreik auf die Straße. Auf der Betriebsversammlung hat der Vorstand mitgeteilt, mit den Betriebsräten Sozialplanverhandlungen führen zu wollen. Er lehnte Verhandlungen eines Sozialtarifvertrages mit den Gewerkschaften DJV und ver.di ab.

2009
  • Erster Streik im Privatfernsehen

    21.01.2009 | Erstmals in ihrer Geschichte streiken Berliner Beschäftigte der ProSiebenSat1-Gruppe. ver.di und der Deutsche Journalistenverband (DJV) haben gemeinsam dazu aufgerufen. An dem 36-stündigen Arbeitskampf beteiligen sich rund 90 Prozent der über 600 Beschäftigten am Sat.1-Standort Berlin-Mitte. Ihre zentrale Forderung ist ein Sozialtarifvertrag, der anlässlich des Senderumzugs nach München die finanziellen Bedingungen regelt - sowohl für die Beschäftigten, die nicht nach München ziehen können, wie auch für diejenigen, die einen neuen Arbeitsplatz erhalten. Außerdem sollen mehr Arbeitsplätze in Berlin erhalten werden und die Beschäftigten eine mehrjährige Beschäftigungsgarantie bekommen.

  • Tarifabschluss für Länderbeschäftigte

    01.03.2009 | Zahlreiche Warnstreiks und Aktionen von 40.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder haben ver.di bei der Einigung mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) auf einen Tarifabschluss für die rund 700 000 Beschäftigten der Länder unterstützt. Die Tabellenwerte werden demnach um durchschnittlich 5,8 Prozent erhöht.

  • Tarif- und Besoldungsrunde in Hessen

    28.03.2009 | Nach einer fast 6-jährigen Hängepartie und fast auf den Tag genau 5 Jahre nach dem Austritt des Landes Hessen aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sowie einem Verhandlungsmarathon von zuletzt über 16 Stunden ist in den frühen Morgenstunden alles perfekt. Für die Beschäftigten der hessischen Landesverwaltung sowie der Beamtinnen und Beamten im Bereich des Landes, der Kommunen und weiterer Dienstherrn wird es in den Jahren 2009 und 2010 lineare Einkommenserhöhungen von 3 Prozent bzw. 1,2 Prozent geben.

  • Streikbeginn in Kitas und Sozialeinrichtungen

    Aktionstag Sommer 2009

    15.05.2009 | ver.di fordert für die rund 220.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst einen Tarifvertrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Der Streik dauert bis zum 27. Juli 2009.

  • Abschluss im Einzelhandel NRW

    11.06.2009 | Einen Tag nach massiven Aktionen, Streiks und Demonstrationen von 22.000 Beschäftigten aus Groß- und Einzelhandel in elf Bundesländern bringt der Abschluss im nordrhein-westfälischen Einzelhandel zehn Wochen nach Verhandlungsbeginn den Durchbruch. Angesichts der tiefen Rezession war nicht unbedingt mit raschen Ergebnissen zu rechnen. Auch die Arcandor-Krise machte die Verhandlungssituation nicht leichter. ver.di zog aus den Erfahrungen der harten tarifauseinandersetzungen der letzten Jahre Konsequenzen: Zum einen bemühte sie sich um eine koordinierte Tarifrunde von Einzel- und Großhandel und entwickelte eine gemeinsame Kampagne "Fair heißt mehr - von uns lebt der Handel". Zum andern sollten neue Arbeitskampfkonzepte einen größeren und wirksameren Druck auf die Arbeitgeber ermöglichen. So hatten z. B. in Stuttgart rund 1 500 Menschen eine Menschenkette um das Karstadt-Haus in der Königstraße/Ecke Schulstraße gebildet. Mit den Aktionen zeigten sie zum einen ihre Solidarität mit den von der Arcandor-Insolvenz betroffenen Karstadt- und Primondo-Beschäftigten und setzten darüber hinaus einen starken Akzent in der laufenden Tarifrunde.

  • Erster Entgelttarifvertrag in der Callcenterbranche

    21.07.2009 | Nach mehr als siebenmonatigen Verhandlungen einigen sich ver.di und die Geschäftsführung der walter services Holding GmbH (Ettlingen) auf einen Entgelttarifvertrag für die rund 8.000 Beschäftigten der 15 walter services-Standorte in Deutschland.

  • Tarifergebnis im Sozial- und Erziehungsdienst

    21.08.2009 | Die Tarifauseinandersetzung im Sozial- und Erziehungsdienst ist nach einem lang anhaltenden Tarifkonflikt um die Einkommensgestaltung und Fragen der Arbeitsbedingungen und Gesundheitsbelastungen nun endgültig beendet. 55 Prozent der ver.di-Mitglieder haben in einer zweiten Urabstimmung dem Tarifergebnis vom 27. Juli 2009 zugestimmt. Die Tarifrunde für die 220.000 Beschäftigten war sechs Monate lang bundesweit von Großdemonstrationen und wochenlangen Streiks in Kindergärten und -tagesstätten begleitet worden

  • Neues Tarifrecht für hessische Landesverwaltung

    06.11.2009 | Für das Bundesland Hessen gelten ab 1. Januar 2010 neue Tarifverträge. Nachdem im Oktober 2005 im Bereich der Kommunen und des Bundes sowie im November 2006 im Bereich von 14 Bundesländern einheitliche Entgeltstrukturen eingeführt wurden, gilt nun auch für die rund 50.000 Arbeitnehmer/innen der hessischen Landesverwaltung ein einheitliches, neues Tarifrecht.

  • Tarifabschluss bei IBM erzielt

    03.12.2009 | ver.di einigt sich mit IBM in der Tarifrunde 2009/2010 für die etwa 20.000 Arbeitnehmer/innen in Deutschland auf deutlich bessere Beschäftigungsbedingungen und eine höhere Vergütung. Der Abschluss setzt für 2010 Maßstäbe bei der Entwicklung der Gehalts- und Beschäftigungsbedingungen in der IT-Branche und ist unter anderem auf eine gestärkte gewerkschaftliche Basis in dem Unternehmen zurückzuführen.

  • Tarifvertrag für befristet beschäftigte Film-/Fernsehschaffende

    10.12.2009 | Der neue Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffende tritt mit einer Reihe neuer Regelungen ab Januar 2010 in Kraft. Er enthält eine neue Gagentabelle mit strukturellen Veränderungen bei einzelnen Berufsgruppen, Gagenerhöhungen von 1,75 Prozent ab 1. Januar 2010 und 2 Prozent ab 1. Januar 2011 sowie die Einführung einer Tageshöchstarbeitszeit, die mit der Landesarbeitsschutzbehörde abgestimmt ist.

  • Einigung nach Tarifverhandlungen im rbb

    15.12.2009 | Nach sechs Warnstreiks und zahlreichen Sendeausfällen an den Standorten Berlin und Potsdam endet das Vermittlungsverfahren zum Tarifstreit um Gehälter und Honorare im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) mit einer gemeinsamen Vermittlerempfehlung. Damit endete der längste und härteste Arbeitskampf der ARD-Geschichte mit einem großen Erfolg für die Belegschaft des rbb. Neben einem Abschluss auf ARD-Niveau (5,36 Prozent) inklusive einem Sockelbetrag von 40 Euro und 2x2 Prozent linearer Erhöhung sowie einer wertgleichen Erhöhung der Honorare der freien Mitarbeiter/innen ist es gelungen, die sogenannten "Dienstzeitstufen" auf Potsdamer Kolleg/innen auszudehnen und im Volumen dauerhaft zu erhalten. Die fortgesetzte Umverteilung von unten nach oben konnte damit erfolgreich verhindert werden.

2010
  • Mindesthonorare für Freie an Tageszeitungen in Sicht

    05.01.2010 | Nach mehr als sechsjährigen Verhandlungen einigen sich die beiden deutschen Journalistengewerkschaften dju in ver.di und DJV mit den Zeitungsverlegern auf gemeinsame Regeln zur Bezahlung von freien Journalisten. Die neue Regelung sieht je nach Auflage der Zeitung und der Art des Beitrags gestaffelte Honorare vor. Sie liegen beim ersten Abdruck zwischen 47 Cent und 1,25 Euro pro Zeitungszeile.

  • Gemeinsame Eckpunkte für neuen Tarifvertrag Land Berlin

    10.02.2010 | Die Tarifparteien im Land Berlin einigen sich auf gemeinsame Eckpunkte für einen neuen Tarifvertrag. Berlin beabsichtigt, bis zum 31. Dezember 2011 wieder Mitglied in der Tarifgemeinschaft der Länder zu werden - mit der Folge, dass von diesem Zeitpunkt an alle künftigen Tarifsteigerungen der TdL automatisch übernommen werden. Ab 1. August 2011 entfallen die Unterschiede zwischen West- und Ostbeschäftigten. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit beträgt dann für alle Angestellten 39 Stunden (bisher: 38,5 West und 40 Ost). Die Regelungen des Tarifrechts West einschließlich der Unkündbarkeit gelten auch im bisherigen Tarifgebiet Ost.

  • Tarifbindung und Betriebsräte bei Netto

    19.02.2010 | Nach langen zähen Verhandlungen iste ein gutes Ergebnis für die bundesweit rund 45.000 Beschäftigten beim Netto Marken-Discount erreicht. ver.di und die Netto Marken-Discount AG & Co. KG haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt, der u.a. die Grundlage bietet, für alle Arbeitnehmer/innen im Frühjahr 2010 flächendeckend Betriebsratswahlen durchzuführen und insgesamt rund 250 Betriebsratsmitglieder zu wählen.

  • Ikea-Tarifbindung durchgesetzt

    03.03.2010 | Mit viel Engagement haben die rund 14.000 Beschäftigten bei Ikea Deutschland ihre Forderung nach Tarifbindung durchgesetzt. Das seit 35 Jahren in Deutschland aktive Unternehmen hatte zwar schon in Anlehnung an die Flächentarifverträge des Einzelhandels gezahlt, aber jetzt haben die Beschäftigten Rechtssicherheit und können sich auf die ausgehandelten tariflichen Arbeits- und Vergütungsbedingungen verlassen.

  • 75,4 Prozent Zustimmung zum Tarifergebnis öffentlicher Dienst

    19.03.2010 | Das Tarifergebnis für die rund 2 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen ist endgültig unter Dach und Fach. In einer Befragung unter den ver.di-Mitgliedern im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hat sich eine Mehrheit von 75,4 Prozent für den Tarifabschluss vom 27. Februar auf der Grundlage des Schlichterspruchs ausgesprochen. Seit Beginn der Verhandlungen Anfang Januar hatten zehntausende Beschäftigte mit Warnstreiks und Demonstrationen gezeigt, dass sie für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen bereit sind. Dennoch konnte kein besseres Ergebnis erzielt werden. Es zwar mehr, als nach der Festlegung der Arbeitgeber in den Verhandlungen zu erwarten war, aber es ist weniger, als viele erhofft hatten und was auch notwendig gewesen wäre. Angesichts der wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen ist es aber gelungen, die realen Einkommen im öffentlichen Dienst zu sichern.

  • Tarifabschluss mit Schlecker erzielt

    01.06.2010 | Nach vier Verhandlungsrunden schließt ver.di mit der Geschäftsleitung der Drogeriemarktkette Schlecker mehrere Tarifverträge für die 34.000 Beschäftigten der Schlecker AS und Schlecker XL GmbH ab. Vereinbart wird ein Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung bei AS, ein Vertrag zur Tarifbindung bei Schlecker XL und ein Sozialtarifvertrag für AS. Damit ist sichergestellt, dass alle Schlecker-Beschäftigten auf dem Niveau des Flächentarifvertrags für den Einzelhandel in Baden-Württemberg bezahlt werden.

  • Tarifergebnis für Bankbeschäftigte erzielt

    10.06.2010 | ver.di und die Arbeitgeber des privaten und öffentlichen Bankgewerbes einigen sich auf ein Tarifergebnis.. Es ist u. a. gelungen, eine Vereinbarung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz zu erzielen, die bessere Voraussetzungen für die Arbeits- und Gesundheitsbedingungen der rund 240.000 Beschäftigten schafft.

  • Eckpunkte für Tarifeinigung mit der Lufthansa

    07.07.2010 | ver.di einigt sich mit der Lufthansa in der fünften Verhandlungsrunde auf Eckpunkte für eine Tarifeinigung für die rund 50.000 Lufthansa-Beschäftigten am Boden und in der Kabine sowie bei Lufthansa Systems, der Lufthansa Service Gesellschaft (LSG), der Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo. Grundlage für die Tarifeinigung ist ein Gesamtpaket aus Ergebnisbeteiligung, Altersteilzeit und Begrenzung der Leiharbeit.

  • Karstadt: Auf dem Weg zum Abschluss des Insolvenzverfahrens

    09.07.2010 | Die Karstadt-Tarifkommission von ver.di beschließt in Essen mit sehr großer Mehrheit eine Anpassung des Fortführungstarifvertrags zur Karstadt-Sanierung. Mit der Entscheidung der Tarifkommission wird eine der letzten notwendigen Bedingungen für das Inkrafttreten des Kaufvertrags mit der Berggruen-Investorengruppe erfüllt.

  • ver.di schaltet Leiharbeit-Hotline

    21.12.2010 | ver.di schaltet eine Hotline, um die bis zu 280.000 Leiharbeitnehmer/innen, die bisher nach Tarifverträgen der jetzt vom Bundesarbeitsgericht (BAG) für tarifunfähig erklärten Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) bezahlt worden waren, dabei zu unterstützen, Nachforderungen bezüglich ihrer Vergütungen der vergangenen Jahre geltend zu machen.

2011
  • Tarifergebis für die private Abfallwirtschaft

    02.02.2011 | ver.di erreicht in den Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) ein Ergebnis für die Private Abfallwirtschaft. Nach mehr als neun Monaten Verhandlungen kann so eine längere Streikphase abgewendet werden.

  • Mindestlohn für Sicherheitsdienstleistungen

    11.02.2011 | ver.di schließt mit dem Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen einen neuen Mindestlohntarifvertrag für die Beschäftigten ab.

  • Tarifeinigung im öffentlichen Dienst der Länder

    10.03.2011 | ver.di und die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) erzielen nach zahlreichen Warnstreiks und Kundgebungen in der dritten Verhandlungsrunde ein Tarifergebnis, mit dem die Reallöhne der 580.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder gesichert werden können.