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Weltwassertag: ver.di fordert Nachwuchsförderung in der Wasserwirtschaft

Berlin, 22. März 2016 | „Ohne Fachleute in der Wasserversorgung, müssten wir auf das verzichten, was wir als selbstverständlich betrachten: sauberes und gesundes Trinkwasser aus dem Hahn“, sagt Andreas Scheidt, ver.di-Bundesvorstandsmitglied, anlässlich des heutigen Weltwassertages. Mängel bei der Abwasserentsorgung würden schnell zu erheblichen Gesundheits- und Umweltschäden führen. Der Weltwassertag weise daher mit dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“ zu Recht auf die Bedeutung der Fachkräfte in diesem wichtigen Teil der Daseinsvorsorge hin. Gemeinsam mit den Branchenverbänden arbeite ver.di an der Nachwuchsgewinnung und setze sich für eine Gewährleistung des gewohnten Standards auch in der Zukunft ein.

Von den etwa 100.000 Fachkräften, die in der deutschen Wasserwirtschaft arbeiten, werden in den kommenden zehn Jahren ein Drittel in den Ruhestand gehen. Es müssten also dringend Nachwuchskräfte ausgebildet werden, da zudem auch die Anforderungen an die Leistungen der Wasserwirtschaftsunternehmen zunehmend anstiegen, so Scheidt. Die abwechslungsreichen und sinnvollen Aufgaben in der Wasserwirtschaft seien ein Berufsfeld mit guter Perspektive für junge Leute. Dort gebe es sichere Arbeitsplätze zu guten Bedingungen.

„Unternehmen, die qualifizierte junge Leute gewinnen und halten wollen, müssen mit ihren Konkurrenten mithalten können.“

Andreas Scheidt, ver.di-Bundesvorstandsmitglied

Auch in der aktuellen Tarifrunde im öffentlichen Dienst gehe es um gute Arbeitsbedingungen in der Wasserwirtschaft. „Unternehmen, die qualifizierte junge Leute gewinnen und halten wollen, müssen mit ihren Konkurrenten mithalten können. Wir kämpfen dafür, dass auch die Arbeitgeber in der Wasserwirtschaft gute Angebote machen können“, sagt Scheidt.

Zudem setze sich ver.di Europa- und weltweit gegen eine Liberalisierung der Wasserversorgung ein und kämpfe für das Menschenrecht auf Wasser. Wenn Gewinne statt guter Dienstleistung im Vordergrund stünden, müsse man mit Vorfällen wie in Flint, USA, rechnen. „Dort wurde mit einer Fehlentscheidung, die Geld einsparen sollte, die Gesundheit tausender Menschen dauerhaft geschädigt und die Infrastruktur nachhaltig zerstört“, kritisierte Scheidt.

 

 

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