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Warnstreiks bei der Post AG ab 1. April


30. März 2015 | Der Tarifkonflikt zwischen ver.di und der Deutschen Post AG spitzt sich zu. Ab 1. April will ver.di ihre Mitglieder bei der Deutschen Post AG zu bundesweiten Warnstreiks aufrufen. „Die Beschäftigten erwarten, dass der Arbeitgeber ihre Interessen ernst nimmt und konstruktiv über unsere Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich verhandelt. Weitere Nebelkerzen am Verhandlungstisch brauchen wir nicht“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. ver.di fordert für die rund 140.000 Tarifkräfte des Unternehmens eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die entsprechenden tarifvertraglichen Regelungen sind zum 31. März 2015 gekündigt.

Mitarbeiter der Deutschen Post AG

<i>Foto: Frank Rumpenhorst</i><div class="clearfloat"></div><b>Wer teilt die Postpakete künftig aus? ver.di klagt auf Unterlassung der Fremdvergabe in die Regionalgesellschaften</b>

Foto: Frank Rumpenhorst Wer teilt die Postpakete künftig aus? ver.di klagt auf Unterlassung der Fremdvergabe in die Regionalgesellschaften


ver.di hat zudem vor dem Arbeitsgericht Bonn eine Klage gegen die Deutsche Post AG eingereicht. Mit dem Aufbau eines flächendeckenden Netzes für die Paketzustellung in den hierfür zum Jahresanfang gegründeten 49 Regionalgesellschaften verstößt die Deutsche Post AG gegen den bestehenden Vertrag zum Schutz vor Fremdvergabe. Dieser zwischen den Tarifvertragsparteien zuletzt im Oktober 2011 abgeschlossene Vertrag legt fest, dass die Deutsche Post AG bei der Zustellung von Briefen und Paketen maximal 990 Paketzustellbezirke an konzerninterne oder externe Unternehmen vergeben darf. 


Hintergrund des Tarifkonfliktes ist der Bruch des Vertrages zum Schutz vor Fremdvergabe durch die Deutsche Post AG und ihre Flucht aus dem bestehenden Haustarifvertrag. Die erste Verhandlungsrunde vom 19. März endete ohne Angebot. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. April in Berlin statt. Wann und wo die Beschäftigten ihre Arbeit niederlegen, wird ver.di erst kurzfristig bekannt geben.

 

 

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