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Allianz für Weltoffenheit – Gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit

17. Februar 2016 | Am 11. Februar wurde die zivilgesellschaftliche „Allianz für Weltoffenheit“ in Berlin vorgestellt. Die Allianz macht sich stark für: „Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“. Der DGB ist Partner der Allianz. Den Aufruf (als PDF) gibt es jetzt in sieben Sprachen.

 

Mit dem gemeinsamen Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ wolle die Allianz ein „dringendes“ und „sehr deutliches politisches Signal setzen“, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann bei der Vorstellung der Allianz. „Mit unserem Aufruf wenden wir uns gegen Rechtspopulisten und Rechtsextreme, egal unter welchem Deckmantel sie sich aufstellen.“

Blick in den Aufruf der Allianz

In dem Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ heißt es u.a.: „In Deutschland leben seit Jahrzehnten Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion zusammen. Der im Grundgesetz verankerte Schutz der Menschenwürde gilt für alle Menschen, gleich ob sie seit Generationen hier leben, zugewandert oder als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.

Wer in seiner Heimat aufgrund von Krieg und Verfolgung um Leib und Leben fürchten muss, hat Anspruch auf Schutz in Europa. Wir treten dafür ein, dass Deutschland auch weiterhin seine humanitären Verpflichtungen erfüllt. Zugleich steht außer Frage, dass wir unbedingt eine gemeinsame europäische Lösung brauchen, um Fluchtursachen wirksam zu bekämpfen und den Anliegen der vielen schutzsuchenden Menschen gerecht zu werden. Kein Mitgliedstaat der Europäischen Union darf sich der gemeinsamen Verantwortung entziehen.“

(...)

Und weiter: „Wir wollen Demokratie und Rechtsstaat stärken. Wir stehen für Solidarität und Weltoffenheit. Wir sind davon überzeugt: Jeder, der in unserem Land Schutz sucht, muss Anspruch haben auf ein faires und rechtsstaatliches Verfahren. Auch denjenigen, die wegen wirtschaftlicher Not und Elend nach Deutschland kommen und als Ergebnis eines rechtsstaatlichen Verfahrens keine Bleibeperspektive haben und deshalb in ihre Heimat zurückkehren müssen, ist mit Empathie und Respekt zu begegnen.

Mit großer Sorge erfüllt uns die Tatsache, dass rechtspopulistische und rechtsextreme Gruppierungen das Thema Flucht und Migration derzeit dazu nutzen, Feindseligkeit zu schüren und unsere freiheitlich-demokratische Ordnung in Frage zu stellen. Jeder Form von Hass, Rassismus, Beleidigung oder Gewalt treten wir mit Entschiedenheit entgegen.“

Die Allianz fordert dazu auf, die Flüchtlings- und Einwanderungsdebatte sachlich und lösungsorientiert zu führen, menschenfeindlichen Äußerungen und Handlungen entgegenzutreten und rechtsextreme, menschenverachtende Angriffe auf Geflüchtete, Flüchtlingsunterkünfte, Polizei, Presse und Helfer strafrechtlich konsequent zu verfolgen. Die Allianz tritt u.a. ein für den Schutz aller Menschen vor Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Fremdenhass und für ein Europa, das die Menschenwürde schützt und Perspektiven für ein friedliches Zusammenleben schafft.

 

Lesetipp:

Solidarität statt Konkurrenz – ver.di-publik 7/2015

 

 

 

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