Tarifnews

    Gemeinsamer Aufruf

    Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte gefordert

    28. August 2014 | Am 1. September 2014 tritt in Deutschland das Übereinkommen 189 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) „Menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte“ in Kraft. Dadurch sollen die Arbeitsbedingungen der weltweit über 50 Millionen Beschäftigten in Privathaushalten verbessert werden. Mehr als 80 Prozent sind Frauen und viele davon Migrantinnen. Gewerkschafterinnen, Rechtsexpertinnen und VertreterInnen aus Wissenschaft und Kirchen fordern gute Arbeit im Privathaushalt und das Umsetzen der Konvention.

    Hausangestellte übernehmen Pflegetätigkeiten für ältere Menschen oder betreuen Kinder; sie bügeln, putzen, führen den Haushalt, erledigen Gartenarbeiten. In Deutschland werden Hausangestellte überwiegend stundenweise, informell und unangemeldet oder in geringfügiger Beschäftigung beschäftigt. Mangelnde soziale Absicherung, ungeregelte Arbeitszeiten und Niedriglöhne bis hin zur Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit in einzelnen Fällen sind Probleme der bezahlten Haushaltsarbeit.

    Durch Ratifizierung des Übereinkommens hat Deutschland sich verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, die die Menschenrechte aller Hausangesellten schützen. Dazu gehört beispielsweise auch eine Klarstellung im Arbeitszeitgesetz, die deutlich macht, dass die mit Pflege und der Versorgung beschäftigten Hausangestellten, die im Privathaushalt ihrer Arbeitgeber leben, ebenfalls unter das Arbeitszeitgesetz fallen.

    Gute Pflege im Alter Kleinschmidt/DPA Bildfunk Pflege

     

    Guten Gewissens in den Spiegel schauen? Wie behandeln wir unsere Hausangestellten, die sich um die Pflege oder Versorgung kümmern?

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