Tarifnews

    Deutlich mehr Geld

    Zum ersten Mal Tariflohn bei Santander

    18. April 2013 | Deutlich mehr Lohn, Anschluss an die Branche und bessere Arbeitsbedingungen! Diesen Erfolg hat ver.di für die 2.000 Filialbeschäftigten der Santander Consumer Bank erreicht und zum ersten Mal einen Tarifvertrag für sie abschließen können.

    Bislang waren die Regelungen zu den Arbeitsbedingungen bei Santander sehr uneinheitlich. Zudem lagen die Gehälter teilweise mehrere hundert Euro unter Branchenniveau. Mit dem jetzt abgeschlossenen Tarifvertrag gelten für Santander endlich Regelungen, die auf dem Niveau des Branchentarifvertrages für das private Bankgewerbe liegen. Dazu gehören im Wesentlichen die Gehalts- und Eingruppierungsregelungen, die Absicherung eines 13. Gehalts, die 39-Stunden-Woche und der arbeitsfreie Samstag. Der Tarifvertrag gilt rückwirkend ab 1. April 2013.

    „Die Gehälter erhöhen sich für einen Teil der Beschäftigten um 200 bis 400 Euro – in einigen Fällen sogar noch deutlich darüber hinaus“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Jörg Reinbrecht zu dem Erfolg. Der Tarifvertrag sichere auch die Arbeitsbedingungen derjenigen Beschäftigten, die durch den Zukauf des SEB-Privatkundengeschäfts übernommenen wurden.

    Die Santander Consumer Bank ist die deutsche Tochter einer der größten Privatkundenbanken der Welt, der spanischen Santander Gruppe. Sie hat in Deutschland etwa sieben Millionen Kunden und betreibt derzeit ca. 300 Filialen. Santander ist kein Mitglied im Arbeitgeberverband.