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    Jetzt müssen Taten folgen

    ver.di: Pariser Klimakonferenz bedingt erfolgreich

    14. Dezember 2015 | Am 13. Dezember endete in Paris der UN-Klimagipfel. Alle 196 Länder haben sich auf Beschlüsse geeinigt, mit denen sie die Erderwärmung eindämmen wollen. ver.di bewertet das Ergebnis der Klimakonferenz mit vorsichtigem Optimismus.

    Die Schönheit Islands Foto: Giulio Ercolani

    „Das Bekenntnis aller Staaten zu dem Ziel, die weltweite Temperaturerhöhung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen, ist ein wichtiger Erfolg“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt. „Diesem Bekenntnis müssen aber jetzt auch entsprechende Taten folgen.“

    Scheidt bemängelte, dass der vereinbarte Mechanismus, mit dem geprüft werden soll, ob die Staaten ihre eingegangenen individuellen Verpflichtungen auch einhalten, noch unvollständig sei. Hier seien zukünftige Vereinbarungen wichtig, um ein effektives Monitoring zu ermöglichen. Unklar sei zurzeit auch, wann einzelne Staaten ihre Klimaschutz-Anstrengungen verstärken müssten, wenn sich herausstellen sollte, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichten, um das globale Ziel zu erreichen.

    Der Gewerkschafter begrüßte, dass das Übereinkommen einen „gerechten Übergang“ zu einer CO2-armen Weltökonomie fordere. „Das entspricht unserer Überzeugung, dass Umwelt- und Klimaschutz sowie menschenwürdige Lohn- und Arbeitsbedingungen untrennbar zusammengehören.“