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    Nach 15 Jahren „Tarifpause“

    Neuer Tarifvertrag für das private Omnibusgewerbe in NRW

    26. Januar 2016 | ver.di hat nach einer 15jährigen „Tarifpause“ am 26. Januar 2016 die Tarifverträge für die rund 10.000 Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe in Nordrhein-Westfalen (NRW) neu vereinbart.

    Geld ist genug da! Karmann/DPA

     

    Die Regelung sieht eine Entgeltsteigerung von durchschnittlich drei Prozent jährlich bis zum Jahr 2019 vor. Hinzu kommen Verbesserungen unter anderem bei der beruflichen Qualifizierung, dem Urlaub und der Jahressonderzahlung.

    Gemeinsam gehen die Tarifvertragsparteien davon aus, dass mit dem vorliegenden Abschluss, auch für das private Omnibusgewerbe repräsentative Tarifverträge im Sinne des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW (§ 4 Abs. 2 in Verbindung mit § 21 Abs. 1 Nr. 1 Abs. 2 TVGG NRW) vorliegen. Ziel ist es, den Beschäftigten der Branche gute und faire Arbeits- und Entgeltbedingungen zu sichern. Die Tarifvertragsparteien werden sich deshalb dafür einsetzen, dass die Repräsentativität der neuen Tarifverträge auch für das private Omnibusgewerbe durch Rechtsverordnung festgestellt wird.

    ver.di-Verhandlungsführer Peter Büddicker: „Der heutige Tag ist ein guter Tag für die Beschäftigten im privaten Om-nibusgewerbe in NRW. Nach 15 Jahren „Tarifpause“ gibt es endlich wieder einen Tarifvertrag mit der für die Branche zuständigen und stärksten Gewerkschaft ver.di. Die Zeit der Billigtarife ist damit beendet!“ Die Verträge in den vergangen Jahren wurden von der „Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen“ (GÖD) unterschrieben.