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    Allianz für Aus- und Weiterbildung

    Breites Bündnis zur Stärkung der betrieblichen Ausbildung

    Berlin, 7. Juni 2016 | Die Allianz für Aus- und Weiterbildung hat auf ihrem Spitzentreffen Arbeitsschwerpunkte zur Stärkung der betrieblichen Ausbildung vorgelegt. Ziel des im Dezember 2014 gegründeten Bündnisses aus Bund, Ländern, der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften ist es, mehr jungen Menschen mit und ohne deutschen Pass eine qualifizierte Berufsausbildung zu ermöglichen. Aus Sicht von ver.di ist die Arbeit in den Gremien der Allianz konstruktiv. Auf dem Spitzentreffen konnte insgesamt eine positive Bilanz gezogen werden.

    Derzeit sind 80.000 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, 270.000 befinden sich in Maßnahmen im Übergang von der Schule in die Berufsausbildung. Zugleich gibt es rund 41.000 unbesetzte Ausbildungsplätze, so die Bundesagentur für Arbeit. Die Allianz will Unternehmen dazu bewegen, mehr Ausbildungsplätze bereitzustellen. Durch den Ausbau der sogenannten Assistierten Ausbildung und von berufsbegleitenden Hilfen soll Jugendlichen mit Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung geholfen werden.


    „Wer schlecht ausbildet, danach schlechte Arbeitsbedingungen bietet und auch noch schlecht bezahlt, muss sich nicht wundern, wenn junge Menschen die angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzen.“

    Ute Kittel, ver.di-Bundesvorstand

    Die meisten Probleme Auszubildende zu finden, haben Branchen mit schlechten Arbeits- bedingungen.„Wer schlecht ausbildet, danach schlechte Arbeitsbedingungen bietet und auch noch schlecht bezahlt, muss sich nicht wundern, wenn junge Menschen die angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzen“ sagt Ute Kittel vom ver.di-Bundesvorstand. Die Allianz möchte die Qualität der Ausbildungsplätze erhöhen.

    Verstärkte Unterstützung zur Integration in den Arbeitsmarkt benötigen Geflüchtete. Geduldete und deren Ausbildungsbetriebe sollen künftig die Sicherheit bekommen, dass Auszubildende während und in unmittelbarem Anschluss an die Ausbildung in Deutschland bleiben dürfen, so heißt es in der Erklärung der Allianz. ver.di ist es besonders wichtig, Geflüchteten einen vollwertigen Berufsabschluss zu ermöglichen. Schmalspurausbildungen für prekäre Arbeitsverhältnisse lehnt die Gewerkschaft ab.

    Jan Faßmer hat seine Gärtnerausbildung mit sehr gut abgeschlossen Tarja Kühne Jan Faßmer hat seine Gärtnerausbildung mit sehr gut abgeschlossen