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Tarifrunde Öffentlicher Dienst: 5,6 Prozent mehr Gehalt

9. März 2013 | ver.di und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder haben in der dritten Verhandlungsrunde ein Tarifergebnis erreicht. Die Gehälter der rund 800.000 Beschäftigten der Länder (außer Hessen) erhalten danach rückwirkend ab 1. Januar diesen Jahres 2,65 Prozent mehr Gehalt und weitere 2,95 Prozent ab 1. Januar 2014. Die Auszubildenden bekommen ab Januar 2013 monatlich 50 Euro mehr und weitere 2,95 Prozent ab Januar 2014. Für sie wurde außerdem eine Übernahmegarantie durchgesetzt, wie sie auch bei Bund und Kommunen gilt. Für alle Länderbeschäftigten wurden 30 Tage Urlaub vereinbart. 

„Damit halten sie Anschluss an die Gehaltsentwicklung der übrigen Bereiche im öffentlichen Dienst und in der Gesamtwirtschaft“, erklärte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske nach Abschluss der Verhandlungen in Potsdam. Als echten Erfolg wertete er die Vereinbarung über sechs Wochen Urlaub für alle und die Übernahmegarantie, „mit der junge Leute im öffentlichen Dienst eine klare berufliche Perspektive erhalten“. Auszubildende bekommen künftig 27 Urlaubstage im Jahr. 

Gewerkschaften und Arbeitgeber stimmten darin überein, dass es Handlungsbedarf bei der Praxis befristeter Arbeitsverträge gibt. Das Thema wollen die Tarifparteien weiter bearbeiten. Auch bei der finanziellen Situation von Feuerwehrleuten sehen die Verhandlungspartner die Notwendigkeit von Verbesserungen. ver.di fordert, dass das Tarifergebnis unverzüglich zeitgleich auf die Beamtinnnen und Beamten übertragen wird. 

Eine tarifliche Eingruppierung der angestellten Lehrer/innen scheiterte unter anderem daran, dass die Arbeitgeber an der einseitigen Festlegung der Gehälter festhalten wollten und zudem nicht bereit waren, die besondere finanzielle Benachteiligung der Lehrkräfte in Sachsen zu beenden. 

Die ver.di-Bundestarifkommission empfiehlt für die anstehende Mitgliederbefragung die Zustimmung zum Ergebnis. 

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