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Union4Refugees: ver.di unterstützt Geflüchtete

Stuttgart, 26. Januar 2015 | Auf Initiative des Migrationsausschusses wurde im ver.di-Bezirk Stuttgart das Projekt „Union4Refugees“ gestartet. Eine Gruppe von Ehrenamtlichen führt Infoveranstaltungen für Geflüchtete durch, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. 

 

Die Ehrenamtlichen beraten und klären über wesentliche Punkte des Arbeitsalltags auf: Arbeitszeitgesetz, Mindestlohn, Rechte und Pflichten am Arbeitsplatz. Die Veranstaltungen können in Unterkünften, in Volkshochschulen, bei Sprachkursen oder im Gewerkschaftshaus stattfinden. Das Projekt sendet ein deutliches Signal an die Geflüchteten: Die Gewerkschaft ist die Organisation aller Erwerbsabhängigen und alle sind bei ver.di willkommen. Der ver.di-Bezirk Stuttgart schätzt die Bereicherung und sieht die Aufnahme von Geflüchteten als Teil seiner Organisationsarbeit. Von daher sagt er mit gutem Recht: Refugees welcome!

Arbeitsstandards verteidigen

ver.di sieht es als ihre Pflicht, die hart erkämpften Arbeitsstandards gegen Angriffe aus Politik und Wirtschaft zu verteidigen und den neuen Kolleg/innen die Informationen und Hilfen zu bieten, die sie in dem Arbeitsmarkt benötigen. Eine Aussetzung des Mindestlohns sowie vermeintlich nötige Sonderregelungen zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt sind der falsche Weg. Vielmehr müssen Bildungsmaßnahmen ausgebaut werden. ver.di fordert zudem Erleichterungen und realitätsnahe Kriterien bei der Anerkennung von Berufserfahrungen und -abschlüssen sowie eine Joboffensive im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft setzt sich für einen gleichberechtigten Zugang von Einwander/innen in den Arbeitsmarkt ein. Nur so könne verhindert werden, dass hiesige und neu eingewanderte Beschäftigte gegeneinander ausgespielt und soziale Standards gesenkt werden, um Profite zu steigern.

Zeichen gegen Rassismus

„Halt zusammen – Baden-Württemberg gegen Rassismus und Gewalt“: Ein breites Bündnis aus 81 Organisationen, darunter Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und Vereine, hatte am 16. Januar in Stuttgart zu einer Kundgebung gegen Rassismus und Gewalt aufgerufen. Dem folgten 7.000 Menschen und setzten ein Zeichen, dass rechtspopulistische Hetze und Gewalt in der Gesellschaft keinen Platz haben. Auch der ver.di Bezirk Stuttgart war mit vielen Mitgliedern dabei.

 

 

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