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Helios/Rhön-Aktionswoche für einen Schutztarif

ver.di spendiert Erbsensuppe in Wiesbaden am Rhön-Helios-Aktionstag

<i>Foto: Andreas König</i><div class="clearfloat"></div><b>Erbsensuppe und Informationen</b>ver.di spendiert Erbsensuppe in Wiesbaden am Rhön-Helios-Aktionstag

Foto: Andreas König Erbsensuppe und Informationen ver.di spendiert Erbsensuppe in Wiesbaden am Rhön-Helios-Aktionstag

28. Januar 2014 | Helios will 75 Rhöngesellschaften kaufen – dazu gehören u.a. 43 Kliniken, 15 Medizinische Versorgungszentren sowie etliche Servicegesellschaften. Zurück bleibt ein erheblich verkleinerter Rhön-Konzern. Das führt zu großer Sorge um den Arbeitsplatz bei den Beschäftigten von Helios und Rhön. Niemand weiß, ob die nicht jetzt schon extreme Arbeitsbelastung noch weiter steigen wird oder noch mehr Ausgliederungen in billige Tochterunternehmen die Folge sind, bei denen der Lohn nicht mehr zum Leben reicht.

ver.di fordert gute Arbeit, sichere Jobs und einen Schutztarifvertrag für alle Beschäftigten. Um dem Nachdruck zu verleihen, findet am 29. Januar von 12:30 bis 13:30 Uhr vor dem Haupteingang der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden eine „Aktive Mittagspause“ statt, bei der ver.di Erbsensuppe spendiert. Die Aktion ist Teil einer konzernweiten Aktionswoche. Diese findet noch bis zum 31. Januar an ausgewählten Standorten der Helios-, Rhön- und Wittgensteiner Kliniken statt.

Auch in den Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden beteiligen sich der Betriebsrat und die Betriebsgruppe von ver.di an der Aktionswoche mit einem Stand am Haupteingang von 13 bis 15 Uhr. In allen Bereichen der Kliniken werden Informationen verteilt. Die Wiesbadener Bürger sind aufgerufen, sich mit den Beschäftigten solidarisch zu erklären.

verd.i fordert Schutz für die Beschäftigten: Dazu gehört die Weiterführung der Ausbildung in allen Bereichen und eine garantierte Übernahme der Auszubildenden. Betriebsbedingte Kündigungen müssen bis zum 31. Dezember 2018 ausgeschlossen werden. Es darf zu keinen Lohn- und Gehaltsminderungen kommen – weitere Ausgründungen in tariflose Billigtöchter darf es nicht geben. Die Beschäftigten dürfen nicht noch mehr belastet werden. Arbeitsverdichtungen und die damit einhergehende Gefährdung der Gesundheit von Personal und Patienten müssen ein Ende haben. 

Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des Kaufs hat ver.di sich für einen Beschäftigungs- und Standortsicherungstarifvertrag eingesetzt, doch die Leitungen der beiden beteiligten Konzerne lehnen bisher Verhandlungen dazu ab. Die Betriebsräte verlangen, dass sie an den Planungen rechtzeitig beteiligt werden, sodass sie noch Einfluss zu Gunsten der Beschäftigten nehmen können.

Mit der geplanten Übernahme der Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren der Rhön Klinikum AG durch Fresenius HELIOS soll Europas größter Krankenhauskonzern mit 70.000 Beschäftigten entstehen. Das Geschäft steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt.

 

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