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    5,7 Prozent und 275 Euro Einmalzahlung

    Tarifeinigung bei der Arbeiterwohlfahrt in NRW

    12. Dezember 2014 | Der Tarifkonflikt zwischen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen und ver.di ist beendet. Die Tarifkommission der Gewerkschaft stimmte am Abend in Gelsenkirchen einem Kompromiss zu, wonach die Löhne und Gehälter der 36.000 Beschäftigten in drei Stufen um insgesamt 5,7 Prozent erhöht werden (2,4, Prozent ab 1. Januar 2015, 1,7 Prozent ab 1. August 2015 und 1,6 Prozent ab 1. August 2016).

    „Diejenigen, die in diesem Tarifkonflikt die Kohlen aus dem Feuer geholt haben, müssen dafür auch belohnt werden.“

    Wolfgang Cremer, ver.di-Verhandlungsführer

    Für die unteren und mittleren Lohngruppen wurde eine Einmalzahlung von 275 Euro im März 2015 vereinbart. Die Zulage für die Erzieherinnen wird ab Januar 2015 auf 120 Euro und ein Jahr später auf 130 Euro angehoben. Auszubildende erhalten 40 Euro mehr ab 2015 und 20 Euro mehr ab 2016 sowie eine Einmalzahlung von 100 Euro. Für alle Beschäftigten gilt ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen. ver.di-Mitglieder bekommen bis 2016 insgesamt drei zusätzliche freie Tage. „Diejenigen, die in diesem Tarifkonflikt die Kohlen aus dem Feuer geholt haben, müssen dafür auch belohnt werden“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Cremer. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. November 2016.

    „Der Abschluss ist die Schmerzgrenze und nur durch die vereinbarte zusätzliche Freizeit in Form der ver.di-Tage für unsere Mitglieder akzeptabel“, erklärte Cremer. Die Arbeitsbelastung in den sozialen Diensten erfahre durch den Tarifvertrag noch nicht die notwendige Wertschätzung der Arbeitgeberseite. „Ohne die umfangreichen Warnstreiks unserer Kolleginnen und Kollegen hätten wir heute keinen Kompromiss erzielt“, so der Gewerkschafter. Bis zur nächsten Tarifrunde werde man daran arbeiten, „noch schlagkräftiger zu sein“.

    Die Tarifvertragsparteien verabredeten, im politischen Raum gemeinsam für eine bessere Finanzierung und Refinanzierung der sozialen Arbeit aktiv zu werden. Mit einer verbesserten Finanzausstattung könnte die Härte der künftigen Tarifkonflikte abgemildert werden.

    Geld ist genug da! Karmann/DPA Mehr Geld für die Beschäftigten bei der AWO in NRW