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Zweiter Streik bei Amazon

Leipzig, 27. Mai 2013 | Ab 6:30 Uhr wird heute bei Amazon in Leipzig erneut gestreikt, für den Nachmittag hat die Amazon-Geschäftsführung Kommunalpolitiker in Leipzig zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. „Wir wollen zeigen, dass bei Amazon keine heile Welt herrscht, sondern eine große Unzufriedenheit über die Arbeitsbedingungen. Ich hoffe, dass die eingeladenen Politikerinnen und Politiker die Gelegenheit nutzen, mit den Streikenden zu sprechen und unsere Forderung nach tariflichen Regelungen bei Amazon sichtbar unterstützen“, so ver.di-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago.

Amazon ist nicht tarifgebunden und zahlt deutlich unter dem Niveau des Einzel- und Versandhandels. Es gibt kein Urlaubs- und kein Weihnachtsgeld, zudem werden Nachtarbeitszuschläge erst ab Mitternacht gezahlt.

Am 14. Mai hatte ver.di in Leipzig und Bad Hersfeld zum ersten Streik bei Amazon aufgerufen. Rund die Hälfte der jeweiligen Belegschaft war dem Aufruf gefolgt. „Völlig unverständlich jedoch ist die Reaktion der Amazon-Geschäftsführung, die ihre ablehnende Haltung gegenüber Tarifverhandlungen trotz des Streiks weiter bekräftigt. Amazon fordert uns heraus“, sagt Jörg Lauenroth-Mago von ver.di. „Der tariflose Zustand beim Branchenprimus des Versandhandels ist inakzeptabel. Die Beschäftigten haben ein Recht auf tariflich verbindlich geregelte Arbeitsbedingungen und eine branchenübliche Bezahlung“, so Lauenroth-Mago.

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