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Streik im KiK Zentrallager geht auch heute weiter

19. November 2014 | Nach den Streiktagen am Montag und Dienstag, wird am heutigen Mittwoch erneut im Zentrallager des Textildiscounters KiK in Bönen gestreikt. Den Beschäftigten geht es um die Anerkennung der Tarifverträge des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen.

 

Auch gestern hatten über 200 der 470 Beschäftigten ihre Arbeit im Zentrallager niedergelegt. KiK-Geschäftsführer Burkhard Schültken hatte in einer Betriebsversammlung erklärt, er werde „niemals die Unterschrift unter einen Tarifvertrag setzen“. ver.di will die Anerkennung der Tarifverträge des Einzelhandels in NRW für die KiK-Logistik-Beschäftigten durchsetzen. Nach dem NRW-Einzelhandelstarifvertrag käme ein Lagerarbeiter auf 2.106 Euro Monatslohn. Bei KiK erhält er zurzeit lediglich 1.650 Euro brutto.

Das KiK-Zentrallager in Bönen beliefert alle 2.600 Filialen der Billigkette in Deutschland. Aufgrund der Tarifauseinandersetzung zogen drei im KiK-Zentrallager eingesetzte Leiharbeitsunternehmen ihre Beschäftigten am Morgen ab, weil der Tarifvertrag für Leiharbeitsunternehmen einen Eingriff in Tarifauseinandersetzungen untersagt.

„Ohne den Abschluss eines rechtsverbindlichen Tarifvertrages wird dieser Konflikt nicht beendet. Wir gehen davon aus, dass wir einen langen Atem brauchen“, sagte ver.di-Streikleiterin Christiane Vogt. „Die Zeiten, in denen die KiK Logistik I GmbH allein bestimmt, was sie den Beschäftigten zahlen will, könnten bald vorbei sein“. Die Gewerkschaft sei zu Verhandlungen bereit: „Jetzt fehlt nur noch der Anruf von KiK“.

 

 

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