Tarifnews

    Samstagsarbeit in regionalen Beratungscentren

    Deutsche Bank: Samstagsarbeit probeweise bis Ende 2019

    13. April 2017  | Künftig ist bei der Deutschen Bank Samstagsarbeit möglich, probeweise und nur unter bestimmten Voraussetzungen: ver.di hat sich mit der Deutschen Bank auf Regelungen zur Arbeit am Samstag in den regionalen Beratungscentern geeinigt. Für die Beschäftigten gibt es zum Ausgleich eine Verkürzung der Arbeitszeit und Schutzregelungen.

    Deutsche Bank Foto: DDP IMAGES / DAPD Deutsche Bank

    Die Vereinbarung sieht eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 36 Stunden für Beschäftigte vor, die an Samstagen arbeiten. Darüber hinaus können sich Beschäftigte aus wichtigen privaten Gründen, wie etwa der Betreuung von Kindern, beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen oder des ehrenamtlichen Engagements, von der Arbeit am Samstag befreien lassen. „Der Tarifabschluss macht deutlich, freie Wochenenden haben für uns einen hohen Stellenwert und die Arbeit an Samstagen hat einen hohen Preis“, betont ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck.

    Aus Sicht von ver.di bietet der Tarifabschluss der Deutschen Bank die Möglichkeit, ihr digitales Beratungsangebot an Samstagen bis Ende 2019 auszuprobieren und nimmt gleichzeitig auf die berechtigten Interessen und privaten Verpflichtungen der Beschäftigten Rücksicht.

    „Die Themen Arbeitszeitverkürzung und die Mitsprache der Beschäftigten bei der Arbeitszeitgestaltung sind für uns gerade im Zuge der Digitalisierung wichtige tarifliche Zukunftsthemen“, so Duscheck.

    Der geltende ver.di-Tarifvertrag für die Bankenbranche lässt die Arbeit an Samstagen nur in wenigen Ausnahmefällen zu. Daher war hier eine spezielle tarifliche Regelung notwendig. Der Deutschen Bank wird es damit möglich, die Samstagsarbeit in ihren regionalen Beratungscentern in Berlin, Essen, Hamburg, Leipzig, Mainz, Mannheim, München und Wuppertal probeweise einzuführen. Der Tarifvertrag und die Möglichkeit zur Samstagsarbeit sind bis Ende 2019 befristet.