Tarifnews

    Eingriffe in Manteltarifregelungen der DAK verhindert

    Tarifrunde DAK Gesundheit: Arbeitgeber und ver.di einigen sich auf Gesamtpaket

    28. Juni 2016 | ver.di und die DAK Gesundheit haben sich in der laufenden Tarifrunde in der Nacht zum Dienstag auf ein Gesamtpaket geeinigt. Demnach erhalten die rund 14.000 Beschäftigten vom 1. September 2016 an zwei Prozent mehr Gehalt sowie Auszubildende eine Erhöhung von 30 Euro bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten bis zum 31. August 2017. Eingriffe in die Manteltarifregelungen konnten verhindert werden.

    Geld ist genug da! Karmann/DPA  –

    „Das Tarifergebnis berücksichtigt die schwierige Situation der Kasse ebenso wie Eingriffe in Manteltarifregelungen verhindert werden konnten …“

    Gabriele Gröschl-Bahr, ver.di-Bundesvorstandsmitglied

    Der infolge des vom Bundesversicherungsamt verfügten Zusatzbeitrags nötige Personalabbau im Umfang von 1.600 Stellen soll durch mehrere Maßnahmen sozialverträglich erfolgen. So ist eine Prämienzahlung für rentennahe Jahrgänge mit bis zu 10.000 Euro vorgesehen. Darüber hinaus wurden Beurlaubungsregelungen vereinbart, die beispielsweise ab Jahrgang 1955 eine Gehaltszahlung von 62 Prozent bis zur abschlagsfreien Rente vorsehen. Dazu kommen Möglichkeiten zur befristeten Teilzeitarbeit, bei denen für eine Übergangszeit von drei Monaten bereits während der Teilzeit das volle Entgelt weiter gezahlt wird und erst anschließend das reduzierte Gehalt. Außerdem werden Abfindungsregelungen angeboten, die eine Vergütung von 0,8 Monatsgehältern je Beschäftigungsjahr vorsehen. Die Abfindungen von Beschäftigten, die sich bis zum 31. Dezember 2016 für diese Variante entscheiden, bleiben ungedeckelt. Danach gilt eine Höchstgrenze von zwölf Beschäftigungsjahren.

    „Das Tarifergebnis berücksichtigt die schwierige Situation der Kasse ebenso wie Eingriffe in Manteltarifregelungen verhindert werden konnten; es schafft Möglichkeiten, ältere Beschäftigte eher gehen zu lassen und jüngere zu halten“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Gabriele Gröschl-Bahr am Dienstag.