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Nächste Streikwelle bei Amazon

Berlin, 27. Oktober 2014 | ver.di ruft die Beschäftigten bei Amazon in dieser Woche erneut zu Arbeitsniederlegungen auf. Zum ersten Mal wird der Versandhändler dabei vom ersten Tag an an fünf Standorten gleichzeitig bestreikt, nämlich in Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Werne und Rheinberg (beide Nordrhein-Westfalen). Der Ausstand beginnt heute in Bad Hersfeld und Leipzig mit der Nachtschicht, Graben, Werne und Rheinberg folgen mit der Frühschicht.


„Ein Tarifvertrag kann hohem Arbeitsdruck sowie erheblichen gesundheitlichen Belastungen im Schichtdienst, in der Nacht und an Wochenenden wirksam Grenzen setzen“, sagt Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied und zuständig für den Handel. Ein Tarifvertrag, der den Beschäftigten existenzsichernde Einkommen und Arbeitsbedingungen mit Schutzregeln zu Arbeitszeiten, Urlaub oder Pausen garantiere, sei auch eine Frage des Respekts, den Amazon seinen Beschäftigten schulde.

In die Verlängerung

In Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg und Graben dauerten die Streiks zunächst bis einschließlich Mittwoch zum Ende der Spätschicht, in Werne bis einschließlich Dienstag zum Ende der Spätschicht an. In die Verlängerung gehen sie in Rheinberg (bis Freitagabend), Graben (bis Freitag) und Bad Hersfeld (in beiden Verteilzentren bis Samstag bis zum Ende der Spätschicht). Die Streikenden in Leipzig wollen den Arbeitskampf ebenfalls bis Sonnabend fortsetzen (am Freitag ist aufgrund des Feiertages Ruhetag).

Zuletzt hatten sich im September rund 2.000 Beschäftigte bei Amazon an mehrtägigen Streiks beteiligt. Das Versandhandelsunternehmen verweigert seinen Beschäftigten bisher einen Tarifvertrag, nicht einmal zu Tarifverhandlungen ist man bei Amazon bereit.

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