Tarifnews

    Einigung zwischen ver.di und DTTS

    Telekom-Technikservice: Nachteile für Betroffene der Standortreduzierung gemildert

    Berlin, 30. Juni 2015 – Nach Bangen und Protesten der Belegschaft konnte die massive drohende Standortschließung beim Deutschen Telekom-Technikservice GmbH (DTTS) vorerst gemildert werden. 30 anstatt 18 Standorte des Technischen Services bleiben erhalten und sind voraussichtlich bis Ende 2021 gesichert, so das Ergebnis der Verhandlungen zwischen ver.di und DTTS. Auch werden die betroffenen Standorte noch nicht wie vorgesehen schon bis Ende 2017 geschlossen, sondern teilweise erst Ende 2019.

    Darüber hinaus wurden für die betroffenen Beschäftigten Entgeltsicherungen, Mehrkostenerstattungen, Altersteilzeitregelungen und Ersatzbeschäftigung in anderen Konzerneinheiten vereinbart. Weitere Forderungen wie Jahreszielentgelte abzusichern oder Fahrtmehrkosten, zeitlicher Mehraufwand und Umzugshilfen aufzustocken, wurden ebenfalls vereinbart. Zudem sollen Qualifizierungen für höherwertige Tätigkeiten am neuen Beschäftigungsort angeboten werden.

    „Trotz unterschiedlicher Auffassungen über die Notwendigkeit eines Standortkonzepts ist es gelungen, die nachteiligen Folgen für die Beschäftigten deutlich zu reduzieren. Dennoch hält ver.di das Standortkonzept für falsch“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder. Von den 19.000 Beschäftigten der DTTS sind von der Reduzierung der Standorte insgesamt 10.000 Mitarbeiter im Innendienst betroffen. Für Tarifbeschäftigte, beurlaubte und aktive Beamte gelten umfangreiche Altersteilzeitangebote, sofern die Passivphase ihrer Altersteilzeit mit Ablauf des 31. Dezembers 2019 beginnt. Auf dieses Angebot könnten 4.000 Beschäftigte zurückgreifen.