Tarifnews

    Rund 8,5 Prozent mehr Geld in zwei Jahren

    Tarifeinigung bei der Münchner Verkehrsgesellschaft

    21. September 2017 – In der fünften Verhandlungsrunde konnte ver.di mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zu einer Einigung kommen. Die Verhandlungen waren so schwierig, weil die Geschäftsführung der MVG die Einkommenserhöhung mit einer längeren Arbeitszeit verknüpfen wollte. ver.di hatte deshalb zu Warnstreiks aufgerufen. Der Abschluss sieht für die Fahrer/innen von Bussen, Trambahnen und U-Bahnen sowie die Beschäftigten in den Werkstätten und im Kontrolldienst folgendes vor: Die Arbeitszeit wird nicht auf 40 Stunden erhöht. Die Löhne steigen rückwirkend zum 1. Juli dieses Jahres um 2,5 Prozent und zum 1. Juli 2018 um weitere 3 Prozent. Die Schicht- und Wechselschichtzulagen werden entsprechend der Prozentwerte der Lohnerhöhung angehoben. Die Zulage für geteilte Dienste steigt von 5 auf 10 Euro. 

    Fahrer der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG Fahrer der MVG  – Münchner Verkehrsgesellschaft

    Die für den Einsatz als Lehrfahrer anfallenden Stunden werden mit 6 Prozent des auf eine Stunde anfallenden Entgelts vergütet. Ab einer Einstellung ab dem 1. Juli dieses Jahres erhalten die Beschäftigten nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit im zweiten Halbjahr einen Urlaubstag mehr. Das sind dann 27 Tage. Der Beitrag zur Altersvorsorge im Rahmen der Entgeltumwandlung erhöht sich von 50 auf 75 Euro, wenn der Beschäftigte mindestens einen Eigenbeitrag von zusätzlich 25 Euro pro Monat leistet. Der neue Tarifvertrag läuft bis 30. Juni 2019. 

    „Das ist ein sehr erfolgreicher Tarifabschluss“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Franz Schütz. „Vor allem wenn ich mit bedenke, dass wir die Einkommen aus arbeitsmarktpolitischen Gründen zum 1. Januar 2017 auch schon um rund 3 Prozent erhöhen konnten.“ In der Summe seien das rund 8,5 Prozent in zwei Jahren. Er hoffe sehr, „dass es mit der neuen Entlohnung gelingt, ausreichend und gut qualifiziertes Fahrpersonal zu gewinnen“.