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    Kongress für Frieden, Dialog und Abrüstung

    Weltfriedenskongress in Berlin

    Luftballon mit Friedenstauben Foto: dpa-Bildfunk Weltfrieden – schwebende Hoffnung

     

    „Menschen führen Krieg – oft werden sie dabei durch Lügen und Feindbilder verleitet. Doch gleichzeitig engagieren sich auch Menschen auf der ganzen Welt für den Frieden – immer wieder auch mit großen Aktionen“, heißt es in der Kongressankündigung. Vom 30. September bis 3. Oktober 2016 findet an der Technischen Universität in Berlin der Weltfriedenskongress des International Peace Bureau (IPB) statt. Die Teilnehmer/innen setzen sich für eine Friedensagenda und einen friedlichen wie auch sinnhaften Umgang mit den begrenzten Ressourcen unseres Planeten ein. Der vollständige Kongresstitel lautet: „Disarm! For a Climate of Peace – Creating an Action Agenda“.

    Das IPB ist das älteste globale Friedensnetzwerk und zählt nach eigenen Angaben mehr als 300 Mitgliedsorganisationen in über 70 Ländern. Bereits 1910 erhielt es den Friedensnobelpreis. 13 leitende IPB-Präsidenten sind im Laufe der Jahre mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Das IPB verschreibt sich der Vision einer Welt ohne Krieg und setzt dabei hauptsächlich auf Abrüstung. Seit den 1980er Jahren engagiert sich das IPB für die Abschaffung der Atomwaffen.

    Im Jahr 2015 betrugen laut Internationalem Friedensforschungsinstitut SIPRI die Rüstungshaushalte der Regierungen der Welt 1,7 Milliarden Dollar. Im gleichen Jahr litten 900 Millionen Menschen an Hunger, starben täglich 10.000 Kinder an behandelbaren Krankheiten und nahmen die sozialen Ungleichheiten unvermindert zu.

    „Die Welt ist überrüstet und der Frieden unterfinanziert.“

    UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

    „Die Welt ist überrüstet und der Frieden unterfinanziert“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon angesichts dieser Zahlen im Vorfeld des Kongresses, der als internationaler Friedenskongress mit einem klaren „Nein“ zu Krieg und Konfrontation konzipiert ist. Partizipation der Menschen auf allen Ebenen und eine neue internationale Demokratie seien untrennbar mit dem Friedensprozess verbunden, so die Haltung der Veranstalter.

    Im Mittelpunkt des Kongresses, auf dem auch der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske sprechen wird, sollen Fragen der globalen Transformation stehen: Wie kann die Welt zu einer Atmosphäre grundlegend erforderlicher Veränderungen kommen? Wie kann sie zu einer Atmosphäre des Dialogs, der Verhandlungen, der Kooperation und der gemeinsamen Sicherheit gelangen?

    Der Kongress hat als Ziele Abrüstung, einen friedlichen und sinnhaften Umgang mit den begrenzten Ressourcen sowie einen weltweiten Wandel hin zu Dialog, Kooperation und Frieden. Die Teilnehmer/innen wollen mit Argumenten, Fakten und einem vereinbarten „Plan of Action for Peace“ zur internationalen Friedensbewegung beitragen. Auch soll der Kongress dazu ermuntern, mehr Aktionen für den Frieden zu initiieren. Prominente Gäste werden anwesend sein oder per Video dazugeschaltet: Friedensnobelpreisträger, Ökonomen, internationale Gewerkschaftsvertreter, Wissenschaftler und Vertreter von Friedensorganisationen.

    Mehr erfahren:

    https://www.ipb2016.berlin