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Einigung bei der Deutschen Post

Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Post AG ist gelöst. Der unbefristete Streik wird in der Nacht von Montag auf Dienstag, 0 Uhr, beendet. ver.di und der Arbeitgeber haben in der 7. Verhandlungsrunde nach dreitägigen Verhandlungen ein umfassendes Paket aus Schutz- und Entgeltregelungen geschnürt, das für die knapp 140.000 Tarifangestellten für Sicherheit und Perspektive sorgt. „Wir sind mit dem Abschluss sehr zufrieden. Er trägt der Erwartung der Beschäftigten nach Sicherheit in hohem Maße Rechnung. Das wäre ohne den Einsatz der Streikenden nicht möglich gewesen“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

Das Ergebnis im Detail

Das Paket sieht einen Schutz für alle Beschäftigten vor betriebsbedingten Kündigungen und Änderungskündigungen vor und gilt weitere vier Jahre bis Ende 2019. Zudem wird die Fremdvergabe in der Brief- und Verbundzustellung bis zum 31. Dezember 2018 ausgeschlossen. Auch bleibt der Fahrdienst mindestens bis zu diesem Datum erhalten. Darüber hinaus wurden eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro zum 1. Oktober 2015 sowie tabellenwirksame Erhöhungen der Entgelte zum 1. Oktober 2016 um 2,0 Prozent sowie zum 1. Oktober 2017 um weitere 1,7 Prozent vereinbart. Auszubildende und Studierende an Berufsakademien werden ebenfalls ein Einmalbetrag und entsprechende lineare Erhöhungen erhalten. Die Auszubildenden des Prüfungsjahrgangs 2015 werden in unbefristete Arbeitsverhältnisse in Vollzeit übernommen. Einen Eingriff in das bestehende Entgeltsystem wird es nicht geben. Die Wochenarbeitszeit bleibt bei 38,5 Stunden.

Es sei nicht gelungen, die Deutsche Post AG von einer Rücknahme der DHL Delivery GmbHs zu überzeugen. „Aber es ist uns gelungen, die verbleibenden Paketzusteller in der Deutschen Post AG dauerhaft abzusichern. Das ist für die Betroffenen von großer Wichtigkeit“, sagte Kocsis. So verbleiben die derzeit rund 7.650 Paketzusteller im Wege einer individualrechtlichen Absicherung dauerhaft bei der Deutschen Post. Außerdem erhalten Beschäftigte, die zum Stichtag 1. Juli 2015 länger als 24 Monate ununterbrochen befristet eingestellt waren, bei Eignung ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei der Deutschen Post AG.

Deutsche Post-Aktionäre hinter zugezogenen Vorhängen, aber unter Beobachtung

<i>Foto: DPA Bildfunk</i><div class="clearfloat"></div><b>Deutsche Post-Aktionäre hinter zugezogenen Vorhängen, aber unter Beobachtung</b>

Foto: DPA Bildfunk Deutsche Post-Aktionäre hinter zugezogenen Vorhängen, aber unter Beobachtung

 

 

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