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Verhandlungen bei der Postbank gescheitert

19. März 2015 – Die ver.di-Tarifkommissionen für die Postbank Filialvertrieb AG und die Postbank haben am 18. März in Gladenbach das Scheitern der Verhandlungen beschlossen, nachdem die Arbeitgeber in den Verhandlungen am 17. März 2015 wieder kein Angebot zum Kündigungsschutz vorgelegt hatten. Die Tarifkommissionen entschieden sich ebenso dafür, die Arbeitskampfmaßnahmen fortzusetzen und zu intensivieren, und beschlossen weiterhin den Antrag zur Urabstimmung für einen Erzwingungsstreik. 

 

„Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber, ein Angebot zum Kündigungsschutz vorzulegen, führt zu einer hohen emotionalen Belastung der Beschäftigten und kanalisiert sich in einer großen Entschlossenheit, den Kündigungsschutz durchzusetzen“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Christoph Meister. Trotz deutlicher Signale durch Warnstreiks der Beschäftigten habe die Postbank ihre ultimative Chance auf eine Einigung im Tarifstreit nicht wahrgenommen. Damit hätten die Arbeitgeber das Scheitern der Verhandlungen und eine Verstärkung des Arbeitskampfes provoziert. Einen Tarifvertrag ohne Kündigungsschutz werde es mit ver.di nicht geben. Für ver.di verstärke sich die Frage, ob der Postbankvorstand nicht über Kündigungsschutz verhandeln wolle oder dürfe. Klarheit für die Beschäftigten des Postbank Filialvertriebs, der Postbank AG, der Firmenkunden AG und der BHW-Gruppe könne wohl nur ein Spitzengespräch aller Beteiligten bringen. Durch Spekulationen um Verkauf, Teilverkauf und Börsengang sei die Angst der Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze stark gewachsen. 

Die Verhandlungsführer Christoph Meister (ver.di) und Ralf Stemmer (Postbank) haben für den 27. März ein Spitzengespräch mit den Vorständen von Deutscher Bank/Postbank vereinbart. Daran werden auch der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske sowie die Konzernbetriebsratsvorsitzenden der Deutschen Bank und der Postbank, Alfred Herling und Timo Heider, teilnehmen.

ver.di fordert für die rund 9.500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG fünf Prozent mehr Gehalt bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten, die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2020, eine Angleichung der Ausbildungsvergütung auf das Postbankniveau und die Weiterführung der Postbankzulage. Für die rund 2.700 Beschäftigten der Postbank AG, Firmenkunden AG und BHW-Gruppe fordert ver.di einen Vorruhestand mit Rechtsanspruch sowie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2020.

 

 

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