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    Tarifverhandlungen Cinemaxx: Unzureichendes Angebot der Arbeitgeber

    "Leinwände könnten dunkel bleiben"

    Tarifverhandlungen Cinemaxx: Unzureichendes Angebot der Arbeitgeber

    1. August 2012 | Auch die sechste Verhandlungsrunde zwischen 
ver.di und dem Betreiber 
der Multiplex-Kinokette Cinemaxx ist am gestrigen Dienstag ergebnislos abgebrochen worden. "Nach 
außen präsentiert sich die Cinemaxx AG als hochprofitables 
Unternehmen, aber nach innen verwehrt sie den Beschäftigten einen 
fairen Lohn - das passt nicht zusammen", sagt 
ver.di-Verhandlungsführer Frank Schreckenberg.

    ver.di fordert für die rund 1.600 Beschäftigten die sofortige Erhöhung der Stundenentgelte um 1 Euro und um weitere 10 Prozent im
 kommenden Jahr. Servicekräfte haben derzeit einen Stundenlohn von 8
 Euro. Darüber hinaus fordert ver.di Verbesserungen der 
Arbeitsbedingungen, zum Beispiel die Erhöhung des Urlaubsanspruchs auf 31
 Tage für alle.

    Das Arbeitgeberangebot dagegen sieht für dieses Jahr eine Erhöhung der 
Stundenentgelte im September um lediglich 0,25 Euro vor. In den
 Jahren 2013, 2014 und 2015 ist eine Erhöhung der Stundenentgelte um 
jeweils 1,75 Prozent vorgesehen. "Das Angebot ist völlig 
inakzeptabel, denn bei einer Laufzeit von vier Jahren kommt es für 
die Beschäftigten sogar zu Reallohnverlusten", so 
Schreckenberg.

    Mit dem Argument, dass wegen der anstehenden Volldigitalisierung der 
Film-Projektion sämtliche Projektionsabteilungen schließen würden,
 sollen die Film-Vorführerinnen und -Vorführer nach Ansicht der 
Arbeitgeber von den Entgeltsteigerungen ausgeschlossen werden. "Das 
ist nahezu zynisch", sagte Schreckenberg. Nun sei es an den
 Beschäftigten in den rund 30 Betrieben, dem neuen Eigner der 
erfolgreichen Multiplexe, Vue Entertainment, und den 
Cinemaxx-Arbeitgebern zu zeigen, was man von dem Angebot halte. "Wir rechnen auf jeden Fall mit einer entsprechenden Reaktion der
 Beschäftigten und einer Ausweitung der Warnstreiks und Aktionen. Es könnten in nächster Zeit
 einige Leinwände dunkel bleiben."