Tarifnews

    Das sind die Forderungen

    Mehr Geld, mehr Urlaub und die Übernahme der Azubis

    12. Februar 2014 | Die Tarifrunde 2014 für den öffentlichen Dienst hat begonnen. ver.di fordert: Für alle soll es 100 Euro mehr im Monat geben, dazu noch eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3,5 Prozent. Im Durchschnitt – über alle Entgeltgruppen gerechnet – ergibt das eine Forderung in Höhe von 6,7 Prozent mehr. Das wird der täglichen Leistung von Verwaltungsangestellten, Gärtnern, Pflegepersonal, Erzieherinnen, Ingenieuren und den vielen anderen Beschäftigten eher gerecht.

    Eine deutliche Steigerung des Reallohns bei Bund und Kommunen steht für die Gewerkschaften in dieser Tarifrunde an erster Stelle.

    Die Schere zwischen den Einkommen im öffentlichen Dienst und anderen Branchen schließt sich damit aber noch immer nicht. Und das soll „maßlos überzogen“ sein, wie die Arbeitgeber sofort erklärt haben? Der Vergleich mit den Bundestagsabgeordneten drängt sich da auf. Sie genehmigen sich gerade selbst eine Erhöhung ihrer „Diäten“ genannten Bezahlung von 8252 auf 9082 Euro, in zwei Schritten. 830 Euro mehr. 

    Die ver.di-Mitglieder haben in den letzten Wochen bundesweit diskutiert und sich über ihre Forderungen für die Tarifrunde 2014 verständigt. Geld, Urlaub, Übernahme? Es gab viele Themen. Am 11. Februar hat die Bundestarifkommission auf der Basis aller Überlegungen beschlossen, worum es jetzt für die 2,1 Millionen Menschen geht, die beim Bund und in den Kommunen arbeiten. „Mehr Wertschätzung“, hat die Musikschullehrerin Petra Stalz vor der Debatte der Kommission gesagt. „Gutes Geld für gute Arbeit“, fordert der Müllerwerker Peter Witt klipp und klar.

    Eine deutliche Steigerung des Reallohns bei Bund und Kommunen steht für die Gewerkschaften in dieser Tarifrunde an erster Stelle. Auch für die Azubis; sie sollen 100 Euro mehr pro Monat bekommen. „Wichtig ist uns aber auch der Urlaub“, sagt Dennis Ewert aus der Jugendtarifkommission. Die Forderung: 30 Tage für alle. „Und natürlich die Übernahme der Azubis nach der Ausbildung.“ Auch das wollen die Gewerkschaften in dieser Tarifrunde durchsetzen. Ebenso wie eine Zulage von 70 Euro monatlich für die Beschäftigten im Nahverkehr. Nur so wird es möglich sein, ausreichend Nachwuchs für die Fahrer/innen zu gewinnen. Was vielerorts immer mehr zum Problem wird. Wie auch die steigende Zahl der Befristungen ohne sachlichen Grund. Darauf, so ver.di, sollen die Arbeitgeber künftig verzichten.

    Alle Ergebnisse der Tarifrunde sollen schließlich auf die Bundesbeamten und -beamtinnen übertragen werden, gleichzeitig und inhaltsgleich. Am 13. März ist Verhandlungsauftakt, ver.di verhandelt gemeinsam mit der GdP, der GEW und dem dbb beamtenbund und tarifunion. Viele Beschäftigte wissen, dass es jetzt auch auf sie ankommt. Von allein setzt sich keine Forderung durch, sei sie auch noch so berechtigt. 

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