Tarifnews

    Entgelttarifvertrag setzt eine deutliche Marke

    Entgelttarifvertrag für Beschäftigte der Sozialwirtschaft in Sachsen-Anhalt

    Sachsen-Anhalt, 20. April 2017 | Nach zwei Jahren Verhandlungszeit haben ver.di, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die Paritätische Tarifgemeinschaft rückwirkend zum 1. Juli 2016 einen neuen Entgelttarifvertrag für die 4.000 Beschäftigten der Sozialwirtschaft in Sachsen-Anhalt abgeschlossen. Dadurch werden sich die Entgelte für die Mitarbeiter/innen in der Pflege, Beratung, Kinder- und Erwachsenenbetreuung in den Jahren 2016 bis 2018 deutlich erhöhen.

    Bernd Becker, ver.di-Landesfachbereichsleiter für den Fachbereich Gesundheit, Wohlfahrt, soziale Dienste und Kirchen sagte: „Mit einem Tarifvertrag auf diesem Niveau in Sachsen–Anhalt wird es anderen Anbietern in der Branche schwer fallen, weiterhin gegen vernünftige tarifvertragliche Regelungen für die Beschäftigten in allen Bereichen der Sozialwirtschaft zu argumentieren.“ Mit dem Tarifvertrag sei eine deutliche Marke gesetzt.

    Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, sagte in einer gemeinsamen Pressemitteilung, der Tarifabschluss zeige, dass starke Gewerkschaften in der Lage seien, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wer gut bezahle, der sei auch attraktiv für die dringend benötigten Fachkräfte. Der Vorstandsvorsitzende der Paritätischen Tarifgemeinschaft, Andrik Krüger, betonte, der neue Tarifvertrag erhöhe die Attraktivität sozialer Berufe unverkennbar. Das sei aus Sicht des Arbeitgeberverbandes auch sehr wichtig, um weiterhin Menschen für soziale Dienstleistungen in Sachsen-Anhalt zu binden und zu gewinnen.

    Noch in 2017 werden die Tarifvertragsparteien die Verhandlungen zu einem neuen Manteltarifvertrag für die Sozialwirtschaft in Sachsen-Anhalt aufnehmen. 

    Geld ist genug da! Karmann/DPA  –