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    Fälle von giftiger Luft häufen sich

    TV-Tipp: Giftige Kabinenluft heute Abend bei Monitor

    Das Politmagazin Monitor berichtet über Vorfälle mit kontaminierter Kabinenluft Foto: Jungeblodt Dicke Luft in Kabinen

    22. Mai 2014 | Die giftigen Gase sind schon seit Jahren im Gespräch, Konsequenzen blieben bislang aus. Immer wieder kommt es in Flugzeugen zu Störfällen mit der Kabinenluft. Das hat nicht nur für das Flugpersonal Konsequenzen. Immer öfter sind auch die Passagiere von den giftigen Gasen in der Kabine betroffen. „Die Symptome ähneln einem Schlaganfall“, erzählt eine betroffene Flugbegleiterin der Lufthansa, die das Gift TCP eingeatmet hat und mit Lähmungen im linken Arm monatelang arbeitsunfähig war.

    Die Atemluft der Flugkabinen wird direkt aus den Turbinen gezapft. Bei  Schubwechseln oder durch alternde Dichtungen gelangen immer wieder erhitzte Öldämpfe in die Kabine.  Auch den Piloten im Cockpit schwanden während des Flugs schon die Sinne.

    Während sich in den USA, in Kanada und England inzwischen Regierungsgremien mit dem Thema beschäftigen, sahen sich in Deutschland bisher weder die Regierung noch die Flugsicherheitsagentur EASA  bemüßigt, sich des Problems anzunehmen.  Dabei wurden zwischen 2010 bis 2013 in Europa knapp 800 dieser so  beschönigend "fume events" genannten Vorfälle den zuständigen Behörden gemeldet, Deutschland führt diese Statistik mit 460 Fällen an.  Allein im letzten Jahr wurden vom Flugpersonal rund 300 solcher Vorfälle bei der Berufsgenossenschaft Verkehr gemeldet.

    Der Journalist Tim van Beveren recherchiert seit Jahren gegen den harten Widerstand der Fluggesellschaften an; über die alarmiend dicke Luft in den Kabinen berichtete er in ver.di PUBLIK bereits 2010. Heute abend um 21:45 Uhr sendet das ARD-Politmagazin Monitor seine neuesten Rechercheergebnisse in dem Beitrag: Giftige Kabinenluft in Flugzeugen: Schleichende Gefahr?

     

    Mehr zur Sendung: http://www.wdr.de/tv/monitor/