Tarifnews

    ver.di fordert Kündigungsschutz bis 2022

    Urabstimmung bei der Postbank: 97,7 Prozent für unbefristeten Streik

    "Finger weg von der Postbank" - Hände auf Postbank-Logo Copyright: dpa-picture alliance 2011 ver.di will auch über einen Zukunftstarifvertrag sprechen

    22. Oktober 2017 | In der Tarifauseinandersetzung mit der Postbank hatte die ver.di vom 10. bis 20. Oktober ihre Mitglieder in den betroffenen Unternehmen zur Urabstimmung aufgerufen. Dabei haben sich 97,7 Prozent für unbefristete Streiks ausgesprochen.

    „Das Ergebnis zeigt deutlich, dass die Beschäftigten mit großer Entschlossenheit zu den Forderungen stehen“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Er hoffe, dass es in der nächsten Verhandlungsrunde, die ab dem 23. Oktober fortgeführt werde, ein verbessertes Angebot geben werde. Wenn es zu keiner Einigung komme, könne es zu unbefristeten Streiks kommen.

    In die am 24. September 2017 ergebnislos abgebrochenen Tarifverhandlungen bei der Postbank war wieder Bewegung gekommen, nachdem die Postbank ein verbessertes Angebot in Aussicht gestellt hatte.

    ver.di fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, die Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Forderungen. ver.di hat außerdem zu einem Zukunftstarifvertrag, der auch Regelungen zur Digitalisierung beinhalten soll, Gesprächsbedarf.

    Verhandelt wird für rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank, Post-bank Filialvertrieb sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG).