Nachrichten

    Sicherheitsdienstleister streiken an mehreren deutschen Flughäfen

    Sicherheitsdienstleister streiken an mehreren deutschen Flughäfen

    19.06.2012 Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten der privaten Sicherheitsdienstleister an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt/Main, Bremen und Hannover zu zweistündigen Warnstreiks aufgerufen. Rund 500 Beschäftigten demonstrierten gegen die Ausdehnung befristeter Arbeitsverhältnisse sowie gegen erzwungene Teilzeitarbeit. 

    Um die Auswirkungen für die Passagiere möglichst gering zu halten, fanden die Streiks zeitlich begrenzt in den frühen Morgenstunden statt. 

    Hintergrund ist die laufende Tarifrunde, bei der auch über einen neuen Manteltarifvertrag verhandelt wird. Neben der Eindämmung befristeter Arbeitsverhältnisse und erzwungener Teilzeitarbeit steht die Begrenzung der regelmäßigen Arbeitszeit auf 208 Stunden für die Beschäftigten (nach dem Luftsicherheitsgesetz) bei vollem Lohnausgleich auf der Tagesordnung. 

    Außerdem fordert ver.di ein Ende der Abrufpraxis der Bundespolizei, die vernünftige Schichtplanungen verhindere und Teilzeit forciere. „Die Folgen für die Beschäftigen sind katastrophal: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird dadurch unmöglich gemacht, obendrein können die Beschäftigten von ihren Vergütungen kaum leben“, kritisiert Andreas Sander, ver.di-Verhandlungsführer. Die Forderungen der Beschäftigten seien richtig und wichtig, um einheitliche Arbeitsbedingungen an allen Flughäfen zu erreichen, so der Gewerkschafter. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 27. Juli vorgesehen.

    Weitere Informationen: www.verdi-aviation.de