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Sozial- und Erziehungsberufe: ver.di ruft Beschäftige zu ersten Warnstreiks auf

Berlin, 13. März 2015 | In den Tarifverhandlungen zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe ruft die ver.di die Beschäftigten in der kommenden Woche zu ersten Warnstreiks auf. „Die Anforderungen an die Beschäftigten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Sie leisten die Arbeit pädagogischer Fachkräfte und müssen auch entsprechend bezahlt werden“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. „Die Arbeitgeber haben zwar in der ersten Verhandlungsrunde die gesellschaftliche Bedeutung der Sozial- und Erziehungsberufe betont, sehen aber dennoch keine Notwendigkeit zur besseren finanziellen Bewertung dieser Tätigkeiten. Deshalb werden die Beschäftigten ein Zeichen setzen, wie wichtig ihre Arbeit tatsächlich ist.“

Warnstreiks sind in den nächsten Tagen unter anderem in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Hessen geplant. Betroffen sind Kindertagesstätten, Beratungsstellen, Sozial- und Jugendämter, Werkstätten und Wohnheime für behinderte Menschen, Kinder- und Jugendheime, Jugendhilfeeinrichtungen und die Sozialdienste der Krankenhäuser. In den betroffenen Kindertagesstätten werden die Eltern von ver.di rechtzeitig informiert.

Rund 750.000 Beschäftigte würden von der Aufwertung profitieren

Die Tarifverhandlungen werden am 23. März 2015 in Münster fortgesetzt. ver.di fordert von der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) eine Neuregelung der  Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale, die für die rund 240.000 Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst zu  Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent führen würden. Indirekt profitieren von einem Tarifergebnis mit den kommunalen Arbeitgebern auch die mehr als 500.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst bei freien und kirchlichen Trägern.

Die Forderungen werden dabei sowohl von den Teilnehmern der Tarifkonferenz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) unterstützt, die sich in einer Resolution für eine Aufwertung der sozialen Berufe stark machen, als auch von der Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes (akmas), die unter anderem zur Teilnahme an gewerkschaftlichen Aktionen aufruft. In den sozialen Einrichtungen der AWO arbeiten bundesweit rund 200.000 Menschen, in den Einrichtungen der Caritas im Bereich Sozial- und Erziehungsdienste bundesweit ebenso viele.

 Zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst gehören unter anderem Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Kinderpflegerinnen sowie Heilpädagogen.

Heilerziehungspflegerin Doris

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