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ver.di ist gegen Lufthansa-Pläne zu dezentralen Standorten

Die Lufthansa will hoch hinaus – aber die Beschäftigten nicht mitnehmen

<i>Arne Dedert/DPA Bildfunk</i><div class="clearfloat"></div><b>Die Lufthansa will hoch hinaus – aber die Beschäftigten nicht mitnehmen</b>

Arne Dedert/DPA Bildfunk Die Lufthansa will hoch hinaus – aber die Beschäftigten nicht mitnehmen

13. Mai 2014 | Nach Vorstellung der Lufthansa soll jede dezentrale Station eine eigenständige GmbH bilden und sich dann in Konkurrenz zu anderen Unternehmen um die Leistungen der Lufthansa oder Germanwings bewerben. Darüber wurden jetzt die Betriebsräte informiert. ver.di lehnt diese Pläne der Lufthansa ab. Von den Maßnahmen wären rund 1.500 Beschäftigte der Passage an allen deutschen Standorten betroffen.

„Wir lehnen die Pläne der Lufthansa entschieden ab und rufen die Beschäftigten zu Mitgliederversammlungen auf, in denen wir sie über die Vorstellungen der Lufthansa und über ihre Rechte als Beschäftigte informieren werden“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. „In den Versammlungen werden wir mit den Beschäftigten außerdem über unser weiteres Vorgehen beraten."

„Zu dem guten Ergebnis haben auch die Beschäftigten an den dezentralen Stationen beigetragen."

Christine Behle, ver.di-Bundesvorstandsmitglied

Für die Pläne der Lufthansa zu den dezentralen Standorten existiere im Konzern bereits eine Blaupause, erklärt Behle. Die LSG Deutschland sei in eigenständige Gesellschaften zerschlagen worden. Das habe verheerende Folgen für die Beschäftigten gehabt, da ihre Arbeitsbedingungen unter dem Druck, die Aufträge weiter von der Lufthansa zu erhalten, verschlechtert und ihre Einkommen abgesenkt wurden. Dennoch seien einige GmbHs geschlossen worden. „Die Lufthansa hebt sich von anderen Airlines dadurch ab, dass sie als integriertes Luftverkehrsunternehmen die benötigten Dienstleistungen selbst erbringt und dadurch die Qualität sichert“, betont Behle. „Das schätzen Passagiere ebenso wie die Beschäftigten, die sich mit ihrem Unternehmen stark identifizieren. Es wäre ein Skandal, dieses Qualitätsmerkmal zu zerschlagen.“


Die Maßnahme ziele darauf ab, die Einkommen- und Arbeitsbedingungen der Lufthanseaten massiv zu senken oder die Stationen mittelfristig zu schließen und die Arbeit an bereits vorhandene Anbieter abzugeben. Das werde ver.di nicht zulassen, kündigt Behle an.

Die Lufthansa habe in 2013 ein besseres Ergebnis als im Vorjahr erzielt und rund 105 Millionen Euro mehr eingefahren. Auch das Ergebnis für das erste Quartal 2014 sei besser als die Vorjahresbilanz. „Zu dem guten Ergebnis haben auch die Beschäftigten an den dezentralen Stationen beigetragen“, so die Gewerkschafterin. „Wir erwarten, dass die Lufthansa sich hinter ihre Beschäftigten stellt, die das Unternehmen mittragen, und Abstand von ihren Planungen nimmt, die dem Konzern einen Qualitäts- und Image-Schaden zufügen würde und den Arbeitnehmern wie Passagieren erhebliche Probleme bereiten würde.“

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