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Asklepios setzt Streikbrecher auf Sylt ein

10. August 2012 | Hamburgs Senat soll die Streikbrecheraktion des Hamburger Asklepios-Managements auf Sylt stoppen. ver.di-Landesfachbereichsleiter Wolfgang Abel fordert den Senat auf, die arbeitnehmerfeindlichen Aktivitäten des Hamburger Klinikkonzerns auf Sylt unverzüglich zu unterbinden.

Der legale Streik der Beschäftigten der Asklepios-Klinik Westerland soll mit Streikbruchprämien auch vom Hamburger Management unterlaufen werden. Beschäftigten in Hamburg werden von ihren Chefs ermuntert, sich hier beurlauben und dann auf Sylt bei freier Kost und Logis sowie einer Streikbruchprämie von 200 Euro pro Tag auf bestreikten Arbeitsplätzen einsetzen zu lassen.


Auf Sylt streiken seit mehreren Wochen rund 340 Beschäftigte, um die Ankoppelung an das übliche Bezahlungsniveau in der Branche zu erreichen. Die Unterstützung einer Streikbruchpolitik durch das Hamburger Management ist deshalb so irritierend, weil in den Hamburger Asklepios-Kliniken auf der Basis von fairen Tarifverträgen bisher eine vernünftige Gesamtentwicklung erreicht werden konnte.

Wolfgang Abel: „Die Asklepios-Kliniken in Hamburg gehören zu 25,1 Prozent der Stadt. Diese Minderheitsbeteiligung nach der seinerzeitigen Privatisierung sollte dazu dienen, Fehlentwicklungen des Konzerns zu verhindern. Die aktive Unterstützung einer Streikbruchstrategie auf Sylt ist skandalös und unverantwortlich und darf vom Hamburger Senat als Miteigentümer nicht tatenlos hingenommen werden. Insofern ist der Hamburger Senat aufgefordert, seine Möglichkeiten – beispielsweise über den Aufsichtsrat – zu nutzen, damit die hier praktizierte Gutsherrenart nicht zur neuen Unternehmenskultur gemacht wird.“

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