Nachrichten

    Mehr Geld und Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen

    Tarifrunde Telekom: Mindestens 4,6 Prozent mehr Geld in zwei Jahren

    9. April 2014 | In der Tarifauseinandersetzung bei der Deutschen Telekom AG und der Telekom Deutschland haben ver.di und der Arbeitgeber eine Einigung erzielt. Danach werden die Gehälter der Beschäftigten in den unteren Entgeltgruppen, die die Mehrheit der Tarifangestellten bilden, rückwirkend zum 1. April 2014 um 2,9 Prozent angehoben, Beschäftigte in den höheren Entgeltgruppen erhalten zum gleichen Zeitpunkt 2,5 Prozent mehr. In einem zweiten Erhöhungsschritt zum 1. Februar 2015 erhalten alle Tarifangestellten einheitlich 2,1 Prozent mehr Geld. Die Vergütung der Auszubildenden erhöht sich zu den genannten Zeitpunkten um 35 Euro beziehungsweise um 25 Euro pro Monat. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2016. Währenddessen bleiben auch betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Die Tarifeinigung betrifft insgesamt 72.000 Tarifangestellte und Auszubildende.

    „Die Tarifvereinbarung bei der Telekom setzt aus der Verbindung von materiellen Verbesserungen – insbesondere für die unteren Einkommensbereiche – mit gleichzeitiger Absicherung der Arbeitsplätze Maßstäbe. Mit dem Abschluss wird eine deutliche Reallohnsteigerung für alle Beschäftigten realisiert. Ohne den Einsatz der Kolleginnen und Kollegen, die mit Aktionen und Warnstreiks für ihre Forderungen gekämpft haben, wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder am Mittwoch.

    Die Verhandlungen, die bis tief in die Nacht angedauert hatten, wurden sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch von Warnstreiks begleitet. An den Arbeitsniederlegungen hatten sich in den vergangenen Wochen mehr als 50.000 Telekom-Beschäftigte beteiligt.

    Die Große Tarifkommission von ver.di wird am 14. April 2014 über das Tarifergebnis entscheiden.

    Die Verhandlungen für die rund 25.000 Tarifangestellten bei T-Systems werden am Donnerstag in Raunheim bei Frankfurt/Main fortgesetzt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für zwei Tage angesetzt und wird von punktuellen Warnstreiks begleitet.