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Helios-Konzern: ver.di erteilt Absage an die Entwertung der Arbeit im Krankenhaus

5. Februar 2016 | ver.di hat den Versuchen des Helios-Konzerns, Tätigkeiten im Krankenhaus durch Outsourcing, Aufteilung und Aufspaltung immer weiter zu entwerten, eine klare Absage erteilt: „Wir werden einer Strategie, die verantwortungsvolle Berufe mit Niedriglöhnen abspeisen will, nicht die Hand erreichen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

 

So splittere Helios seit längerem unter anderem unter kreativer Ausnutzung von Werkverträgen Tätigkeiten in Teilgewerke auf, schaffe neue „billigere“ Berufsbilder und bezahle die Betroffenen deutlich schlechter. „Was der Konzern als Arbeitsteilung, ‚tragendes Element der modernen Arbeitswelt‘ und effizientes Wirtschaften verkaufen will, ist nichts anderes, als Lohnkosten um jeden Preis zu senken – auch um den Preis einer schlechten Versorgung der Patienten“, sagte Bühler. So dürften Catering-Mitarbeiter beispielsweise keine Patienten aufrichten, wenn diese essen wollen; aus Mitarbeitern, die im Hol- und Bringedienst Patienten in ihren Betten transportieren, würden unversehens Beschäftigte in der Logistikbranche; es sei bisweilen völlig unklar, wer wem wann eine Weisung oder einen Auftrag erteilen dürfe. Die Folgen: Der Patient gerate aus dem Blick, mehr als zehntausend Beschäftigte würden bis zu 40 Prozent schlechter bezahlt.

„Wir treten deshalb auch entschieden der Behauptung entgegen, bei Helios seien neue Berufsbilder und Tätigkeiten entstanden, die niedriger tarifiert werden müssten.“

Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorstandsmitglied

„Wir treten deshalb auch entschieden der Behauptung entgegen, bei Helios seien neue Berufsbilder und Tätigkeiten entstanden, die niedriger tarifiert werden müssten“, betonte Bühler. Dahinter stehe lediglich der Versuch, immer mehr Tätigkeiten schlechter zu bezahlen. „Dazu steht ver.di nicht zur Verfügung“, sagte Bühler.

Mitte der Woche hatte bereits der Helios-Konzernbetriebsrat in einem Brief an die Bundespolitik die Zustände in den Kliniken deutlich gemacht und dringenden Handlungsbedarf angemahnt. Bühler: „Wir erwarten, dass die Politik umgehend eingreift und dem Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen endlich ein Ende setzt.“

 

 

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