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Beschäftigte an mehreren Amazon-Standorten streiken bis Heiligabend

21. Dezember 2015 | In der Tarifauseinandersetzung bei Amazon sind heute Morgen Beschäftigte der Versandzentren Leipzig, Rheinberg, Werne, Bad Hersfeld, Graben und Koblenz erneut in den Streik getreten. Die Arbeitsniederlegungen dauern in Rheinberg, Werne, Graben und Koblenz bis einschließlich 24. Dezember 2015 an. In Bad Hersfeld dauert die Arbeitsniederlegung bis einschließlich 22. Dezember, in Leipzig bis zum Ende der Spätschicht 21. Dezember 2015 an. In Leipzig wird am 21. Dezember 2015 über eine Fortsetzung des Streiks entschieden.

 

„Die Beschäftigten bei Amazon fordern mit Nachdruck ihr Recht auf einen Tarifvertrag ein. Sie haben Amazon in den vergangenen Wochen mit kurzfristig angesetzten Streiks unter Druck gesetzt und ihre Beharrlichkeit wird nicht nachlassen. Solange der Versandhändler sich weigert, über existenzsichernde Arbeitsbedingungen zu verhandeln, wird es immer wieder zu Streiks kommen. Es ist beeindruckend, dass sich die Beschäftigten von Versprechungen nicht ködern und von Drohungen nicht beeindrucken lassen. Amazon sollte endlich seine gewerkschaftsfeindliche Haltung aufgeben und existenzsichernde, gute Arbeitsbedingungen garantieren. Die Streiks entlarven das Unternehmen, das behauptet, man könne auch ohne Tarifvertrag ein guter Arbeitgeber sein“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Amazon weigert sich bis heute, Tarifverhandlungen zu führen. Das Unternehmen will die Arbeitsbedingungen weiterhin selbstherrlich und eigenmächtig diktieren und verschafft sich so Wettbewerbsvorteile zu Lasten tariftreuer Handels-Unternehmen und der Amazon-Beschäftigten. Diese klagen immer wieder über unzumutbaren Leistungsdruck, rigide Kontrollen, hohe Krankenquoten von 20 Prozent und mehr sowie willkürliche Entscheidungen. So hat Amazon beschlossen, den Beschäftigten in Leipzig den Urlaub im nächsten Jahr von 29 auf 28 Tage zu kürzen.

Das Amazon-Imperium

 

 

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