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    Freiwillige Selbstverpflichtung zu Chancengleichheit

    Gleichstellung

    Freiwillige Selbstverpflichtung zu Chancengleichheit

    04.07.2011 | ver.di bezeichnet Bilanz nach zehn Jahre freiwilliger Selbstverpflichtung zu Chancengleichheit als ernüchternd und fordert gesetzliche Frauenquoten.

    Als „ernüchternd“ resümiert die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Margret Mönig-Raane, die Bilanz von zehn Jahren freiwilliger Selbstverpflichtung der Wirtschaft auf Chancengleichheit von Männern und Frauen:

    „Zehn Jahre haben die Arbeitgeber und die Bundesregierung auf Freiwilligkeit zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in der Privatwirtschaft gesetzt. Der erste Gleichstellungsbericht dokumentiert, dass sich damit an der benachteiligten Situation der Frauen auf dem Arbeitsmarkt nichts Entscheidendes zum Positiven gewendet hat.“

    Es sei daher allerhöchste Zeit, die im Gleichstellungsbericht geforderten gesetzlichen Regelungen umzusetzen: „Die Bundesregierung hat es jetzt in ihrem eigenen Bericht schwarz auf weiß: Wir brauchen gesetzlich vorgeschriebenen Frauenquoten“, forderte Mönig-Raane. Anders ließe sich das noch herrschende Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern nicht ausgleichen: „Unternehmen werden nach wie vor von Männern dominiert, die sui generis keine Initiative entwickeln werden, Frauen den Platz einzuräumen, der ihnen längst zusteht. Daher muss der Gesetzgeber tätig werden“, unterstrich Mönig-Raane.