Tarifnews

    In Brandenburg im Schnitt bis zu 7,2 Prozent mehr Geld

    Berlin-Brandenburg: Neuer Tarifvertrag für Speditions-, Logistik- und Paketdienstbranche

    Berlin, 9. Mai 2018 | ver.di hat die bereits am 18. Dezember 2017 begonnenen Tarifverhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten in der Speditions-, Logistik- und Paketbranche in Berlin und Brandenburg jetzt mit einem neuen Tarifvertrag abgeschlossen. Demnach steigen die Entgelte rückwirkend zum 1. April 2018 in Berlin durchschnittlich um 3 Prozent und in Brandenburg um 3,7 Prozent. Ab dem 1. April 2019 folgt eine weitere Erhöhung der Entgelte von 2,8 Prozent in Berlin und durchschnittlich 3,5 Prozent für die Beschäftigten in Brandenburg. Auszubildende erhalten zum 1. April 2018 und 1. April 2019 jeweils 40 € monatlich mehr. Der Tarifvertrag läuft bis zum 29. Februar 2020.

    Damit es auf den Straßen sicherer wird – fairer Transport Foto: dpa Bildfunk An Waren mangelt es sich nicht, allerdings weiterhin an Fachkräften in der Branche

    Trotz der boomenden Geschäfte und dem weiterhin anhaltenden Fachkräftemangel in der Region Berlin-Brandenburg haben sich die Arbeitgeber äußerst schwer damit getan, die Tarifunterschiede zwischen Ost und West endlich aufzuheben, die Attraktivität der Berufe im Speditions- und Logistikbereich zu steigern und die Einkommen für die Beschäftigten entscheidend anzuheben. Auch die zahlreichen Arbeitsniederlegungen bei der Paketzustelltochter der Post AG, DHL Delivery Berlin GmbH, konnten daher nicht zu einem Umdenken des Arbeitgeberverbandes zum Einstieg zur Zahlung einer Funktionszulage für Kraftfahrer beitragen.