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    Opfer von Fume Events brauchen Hilfe

    Petition: Sprechstunde für Opfer kontaminierter Kabinenluft muss bleiben

    Zeichnung eines Flugzeugs ver.di

    18. Januar 2017 | Wegen teils schwerer gesundheitlicher Probleme suchten nach Geruchsvorfällen in Passagierflugzeugen allein 2016 viele hundert betroffene Crewmitglieder und Passagiere die Arbeits- und Umweltmedizinische Ambulanz der Universitätsmedizin Göttingen auf. Diese Sprechstunde soll nun dem Rotstift zum Opfer fallen. Die ver.di-Bundesfachgruppe Luftverkehr ruft deshalb dazu auf, eine Online-Petition auf Change.org zu unterschreiben und sich dafür einzusetzen, die Sprechstunde zu erhalten. 

    Hintergrund ist, dass die Atemluft im Flugzeug, die aus den Triebwerken kommt, Schadstoffe enthalten kann, was immer wieder zu Vorfällen führt. Erhitzte Öldämpfe gelangen in die Belüftung und werden von den Insassen eingeatmet. Schon seit mehreren Jahrzehnten stehen solche Öldämpfe im dringenden Verdacht, auch schwerwiegende Gesundheitsschäden am Nervensystem zu verursachen. Bis heute leugnet die Luftfahrtindustrie das Problem. 

    Obwohl es viele Betroffene gibt, die über Gesundheitsbeschwerden klagen, soll die Fume-Event-Sprechstunde in Göttingen einem kurzfristig entstandenem Ressourcenengpass zum Opfer fallen. Dann hätten die Opfer bundesweit keine Anlaufstelle mehr, denn das war die einzige auf diesem Gebiet spezialisierte Hilfe.

    Mehr erfahren

    „Kontaminierte Kabinenluft“ bleibt auf der Agenda der ver.di-Bundesfachgruppe Luftverkehr. Hintergrundinformationen zum Thema gibt es hier: