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    Zweite Tarifrunde für Bankbeschäftigte ohne Angebot ergebnislos …

    Zweite Tarifrunde für Bankbeschäftigte ohne Angebot ergebnislos vertagt

    29.3.2012 Auch die zweite Tarifrunde für die rund 220.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes blieb ohne Ergebnis und ist auf den 3. Mai vertagt. Die Arbeitgeberseite legte auch in dieser Verhandlungsrunde kein Angebot vor. Abgelehnt wurden zudem die ver.di-Forderungen nach verbindlicheren Regelungen zum Gesundheitsschutz und tariflichen Schutzregelungen für Berater/innen, nach einer Verlängerung der Vorruhestandsregelung und nach einer Erhöhung der Auszubildendenquote und deren Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Die Arbeitgeber machten das Thema Samstagsarbeit zur Bedingung für eine Verlängerung des Vorruhestandstarifvertrags.

    „Die Arbeitgeber müssen verstehen, dass es die Beschäftigten sind, die Respekt und Wertschätzung erfahren müssen."

    Beate Mensch, ver.di Bundesvorstandsmitglied

    „Mit ihrem Vorgehen provozieren die Arbeitgeber Warnstreiks“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch. „Die Arbeitgeber müssen verstehen, dass es die Beschäftigten sind, die Respekt und Wertschätzung erfahren müssen. Sie sind es, die täglich neu die Kunden und ihr Vertrauen für die Banken gewinnen müssen und damit zu den guten operativen Ergebnissen beitragen“, so Mensch.

    Vor Verhandlungsbeginn unterstützten Bank-Beschäftigte bei einer Kundgebung in Frankfurt abermals die Forderungen. „Sie haben uns erneut mit auf den Weg gegeben, dass sie Gesundheitsschutz, Beraterschutz und Perspektiven für junge Menschen genauso erwarten, wie eine Entlastung der älteren Kollegen, die eine Vorruhestandslösung in Anspruch nehmen möchten“, berichtete Mensch. Zudem müsse das Einkommen deutlich erhöht werden, um die Bankbeschäftigten, die lange Jahre auf Gehaltserhöhungen verzichtet hätten, nicht weiter abzukoppeln. ver.di fordert für die Bankbeschäftigten sechs Prozent mehr Geld. Eine angemessene Erhöhung der Gehälter würde zudem helfen, den privaten Konsum weiter zu steigern und die Binnennachfrage zu stärken. Mensch forderte die Arbeitgeber auf, in der nächsten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Es müsse jetzt endlich konstruktiv über die ver.di-Forderungen verhandelt werden. Auch in der zweiten Runde kein Gehaltsangebot vorzulegen, sei empörend.