Tarifnews

    Kaufhof-Häuser brauchen überzeugendes Zukunftskonzept

    Galeria Kaufhof: ver.di prüft Antrag des Unternehmens auf Beschäftigungssicherungstarifvertrag

    Berlin, 10. Oktober 2017 | Galeria Kaufhof will mit ver.di Verhandlungen über einen Beschäftigungssicherungstarifvertrag für die 21.000 Beschäftigten der Kaufhaus-Kette aufnehmen. „Diesen Antrag werden wir intensiv gemeinsam mit einer noch zu bildenden Tarifkommission, den Arbeitnehmergremien sowie einem Wirtschaftsgutachter prüfen und abhängig vom Ergebnis der Prüfung die entsprechenden Schritte einleiten. Die Interessen der Beschäftigten stehen dabei für uns an vorderster Stelle“, sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Sie empfiehlt den Beschäftigten, die noch nicht Gewerkschaftsmitglied sind, sich bei ver.di zu organisieren. „Die Arbeitnehmervertretungen werden alles daransetzen, dass den Kolleginnen und Kollegen im Kaufhof nicht in die Tasche gegriffen wird“, sagt Uwe Hoepfel, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Galeria Kaufhof.

    Galeria Kaufhof – der nächste Sanierungsfall Foto: Oliver Berg/dpa Bildfunk Galeria Kaufhof – der nächste Sanierungsfall

    „Ein unabhängiger, von ver.di benannter Wirtschaftsgutachter muss die Geschäftszahlen prüfen, damit klar wird, wie es um das Unternehmen tatsächlich bestellt ist.“

    Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied

    Nutzenberger betont, dass es für die mögliche Aufnahme von Verhandlungen klare Bedingungen gibt: „Ein unabhängiger, von ver.di benannter Wirtschaftsgutachter muss die Geschäftszahlen prüfen, damit klar wird, wie es um das Unternehmen tatsächlich bestellt ist.“ Für die Zukunft seien überzeugende Konzepte wichtig, wie der Umsatz gesteigert werden könne. Personalkostenreduzierungen hingegen seien keine nachhaltigen Lösungen.