Tarifnews

    Ministererlaubnis zur Übernahme soll umgesetzt werden

    Kaiser’s Tengelmann: Beschäftigte können wieder hoffen

    Berlin, 6. Oktober 2016 | Auf Initiative von ver.di ist der Runde Tisch zur Zukunft von Kaisers Tengelmann heute erneut unter Beteiligung von Frank Bsirske und Stefanie Nutzenberger für ver.di, Markus Mosa für Edeka, Alain Caparros für Rewe, Karl-Erivan Haub für Tengelmann, Gerd Köber für Norma und Franz-Friedrich Müller für Markant zusammen gekommen. Die Parteien haben sich auf das Ziel verständigt, dass die Ministererlaubnis zur Übernahme von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka nach Rücknahme der anhängigen Beschwerden umgesetzt werden kann und bis zum 17. Oktober 2016 eine einvernehmliche Einigung gefunden wird. Die Parteien haben sich darüber hinaus bis zum 18. Oktober 2016 zu Stillschweigen verpflichtet.

    Kaiser's Tengelmann-Beschäftigte hoffen auf den Erhalt ihrer Arbeitsplätze Foto: Ina Fassbender/ dpa Bildfunk Kaiser's Tengelmann-Beschäftigte hoffen auf den Erhalt ihrer Arbeitsplätze


    Sollte die einvernehmliche Einigung zustande kommen, bleiben die rund 15.000 Arbeitsplätze bei Kaiser’s Tengelmann (KT), rund 400 Filialen in Berlin, Bayern und NRW sowie Logistikzentren, Fleischwerke und die Verwaltung erhalten. Die Übernahme der KT-Filialen durch Edeka war zunächst durch eine Sondererlaubnis von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) genehmigt worden. Dagegen hatten Rewe, Norma und Markant geklagt und vorm Oberlandesgericht Düsseldorf Recht bekommen.

    Rainer Schroers, Kaiser's Tengelmann-Betriebsratsvorsitzender in NRW, sagte in einer ersten Reaktion, es sei eine gute „Nachricht für alle Beschäftigten“. Teil der Ministererlaubnis sind die von ver.di vereinbarten Tarifverträge, die die Beschäftigten für mehr als fünf Jahre vor betriebsbedingten Änderungs- und Beendigungskündigungen schützen. Auch der Bestand aller Standorte ist mit ihnen für mindestens fünf Jahre gesichert.