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    Lohndumping gestoppt

    Allgemeinverbindlichkeit im Omnibusgewerbe in Bayern

    1. Februar 2015 | Der Tarifausschuss beim Staatsministerium für Arbeit und Soziales hat die Busfahrerlöhne im bayerischen Omnibusgewerbe für allgemeinverbindlich erklärt. Der Tarifausschuss folgte damit einem Antrag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Bayern und des Landesverbandes des bayerischen Omnibusgewerbes (LBO). „Wir konnten damit eine dem Mindestlohn vergleichbare absolute Untergrenze vereinbaren“, sagte Manfred Weidenfelder von ver.di Bayern.

    Ab dem 1. Januar 2016 darf keine Busfahrerin und kein Busfahrer in Bayern mehr unter 11,49 Euro – bzw. ab 1. April 2016 unter 11,65 Euro – beschäftigt werden. Dabei gelten alle Zuschlagsregelungen wie im LBO Tarifvertrag Nr. 27 vereinbart.

    Diese Allgemeinverbindlichkeitserklärung gewährleistet laut Weidenfelders, dass Sicherheit und Zuverlässigkeit im Omnibusgewerbe nicht mehr gefährdet seien. „Mit Lohndumping bekommt man nur schlechtere Qualität, denn gute Fahrer arbeiten nicht für Niedriglöhne. Diesen Negativkreislauf haben wir nun mit der Allgemeinverbindlichkeitserklärung durchbrochen“, sagte Weidenfelder. Qualifiziertes und gutes Personal bekomme man nur durch faire Bezahlung. Die Allgemeinverbindlichkeitserklärung sei deshalb auch eine gute Nachricht für die Fahrgäste.

    Geld ist genug da! Karmann/DPA