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Call-Center: Unterschreiben für tariflichen Mindestlohn

Berlin, 15. November 2012 | Löhne an der Grenze zum Almosen, das ist typisch für Call-Center. Unter dem Motto „Bei Anruf … Mindestlohn“ hat ver.di heute eine bundesweite Unterschriftenaktion gestartet. ver.di unterstützt damit die Beschäftigten in Call-Centern und macht Druck für tarifliche Strukturen und einen branchenbezogenen tariflichen Mindestlohn nicht unter 8,50 Euro.

„Wenn die Branche nicht abgehängt werden will, an einer Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Perspektiven und ihres Images interessiert ist, dann gehören Mindestlöhne und tarifliche Regelungen dazu“, sagte ver.di-Call-Center-Experte Ulrich Beiderwieden bei einer Tagung von Betriebsräten aus Call-Centern in Berlin. Aktuell verzeichnet die Branche mehr als 20.000 offene Stellen. Fluktuationsraten von über 20 Prozent sind keine Seltenheit. Manche Call-Center zahlen bereits Prämien für Neubeschäftigte. Dabei könnten sie die Beschäftigten leicht halten – mit tariflichen Mindestlöhnen!

Die Unterschriftenaktion in Call-Centern läuft bis zum 15. Februar 2013. Das Ergebnis wird ver.di auf der Messe CCW (Call Center World; 26. bis 28. Februar 2013) in Berlin vorstellen.

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