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Anruf nur bei Mindestlohn

26. Februar 2013 | Mehr als 5000 Unterschriften hat ver.di bislang an 40 Callcenter-Standorten gesammelt. Mit ihnen unterstützen die Beschäftigten die ver.di-Forderung, in der Branche einen Mindestlohn einzuführen. Bei der Fachmesse CallCenterWorld, die heute in Berlin beginnt, will ver.di an einem eigenen Stand weitere Unterschriften sammeln. 

Bei der Messe will ver.di außerdem mit Geschäftsführungen sowie den Vorständen der großen Callcenter-Dienstleister und der Interessenverbände über ihre Forderung diskutieren. „Wir fordern die Unternehmen auf, endlich den seit vielen Monaten angekündigten Arbeitgeberverband zu gründen, damit es für ver.di einen Verhandlungspartner gibt“, sagte ver.di-Callcenter-Experte Ulrich Beiderwieden.

Der Mindestlohn sollte seiner Meinung nach auch im Interesse der Arbeitgeber sein. Aktuell gibt es in Callcentern bundesweit rund 20.000 offene Stellen, immer mehr Beschäftigte verlassen die Branche wegen schlechter Arbeitsbedingungen und geringer Bezahlung. Manche Arbeitgeber bezahlen für neue Beschäftigte bereits Prämien. „Die Branche muss an einer Verbesserung ihres Images arbeiten, dazu gehören unbedingt Mindestlöhne und weitere tarifliche Regelungen“, forderte Beiderwieden.

Während der Branche weiterhin ein gutes Wachstum prognostiziert werde, drohten die Beschäftigten bei der Entwicklung von Löhnen und weiteren Leistungen abgehängt zu werden. „Niedriglöhne, weitgehend tariffreie Zonen sowie Beschäftigte, die Aufstockungsbeträge nach Hartz IV erhalten, können nicht das Zukunftsmodell einer Branche sein, die sich in der Öffentlichkeit immer als dynamisch und innovativ darstellt“, sagte der Gewerkschafter.

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