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ver.di-Krankenhauspetition: Das erforderliche Quorum wurde dreifach erfüllt

12. Oktober 2015 | Über 150.000 Menschen haben für eine gesetzliche Personalbemessung im Krankenhaus unterschrieben. Das ist das überwältigende Ergebnis der von ver.di initiierten Krankenhauspetition. Die Zeichnungsfrist endet am 12. Oktober 2015. Noch am heutigen Montagnachmittag übergibt ver.di die bis dahin gesammelten Unterschriften an die Bundestagsverwaltung. Später eingehende Unterschriften werden nachgereicht und auf jeden Fall mitgezählt.

Pflegen bis zum Umfallen

<i>Foto: Camay Sungu</i><div class="clearfloat"></div><b> </b>Die Personalsituation an Krankenhäusern ist dramatisch, so darf es nicht weitergehen, finden die Unterzeichner

Foto: Camay Sungu Die Personalsituation an Krankenhäusern ist dramatisch, so darf es nicht weitergehen, finden die Unterzeichner


„Das Ergebnis der Petition ist überwältigend. Damit erteilen die Unterzeichner einen klaren Auftrag: Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages muss sich öffentlich mit der dramatischen Personalsituation an den Kliniken und der Forderung nach einer gesetzlichen Personalbemessung auseinandersetzen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

„Die Verantwortung für eine sichere Versorgung liegt bei der Bundesregierung. Ein Gesetz für eine Personalbemessung im Krankenhaus mit entsprechender Finanzierung ist überfällig.“

Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorstandsmitglied

ver.di hatte in den vergangenen Wochen auf herkömmlichem Wege etwa 140.000 (Stand bei der Übergabe) und online mehr als 10.000 Unterschriften eingesammelt. Das erforderliche Quorum von 50.000 Unterzeichnern für eine erfolgreiche Petition war bereits am ersten Oktober-Wochenende deutlich überschritten worden. Hintergrund für die Eingabe an den Petitionsausschuss ist die unverändert dramatische Personalsituation in den Kliniken. Nach ver.di-Berechnungen fehlen bundesweit 162.000 Stellen, darunter 70.000 Pflegekräfte, in den Krankenhäusern. ver.di macht sich bereits seit längerem für eine gesetzliche Personalbemessung stark.

Die Politik wisse um die Engpässe und die damit verbundenen Risiken für Patienten und Beschäftigte. „Die Zustände in den Krankenhäusern sind beschämend und sie sind gefährlich. Die Beschäftigten in den Krankenhäusern wollen sich angemessen um die Patienten kümmern können, die Personalknappheit macht ihnen das aber unmöglich. Die schlechten Arbeitsbedingungen machen die, die sich um Kranke kümmern, selbst krank“, erklärte Bühler. Von der Politik sei es zynisch, weiter darauf zu setzen, dass es der Markt irgendwann richten werde. „Die Verantwortung für eine sichere Versorgung liegt bei der Bundesregierung. Ein Gesetz für eine Personalbemessung im Krankenhaus mit entsprechender Finanzierung ist überfällig“, sagte Bühler.

 

 

 

 

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