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DHL vorerst beschwerdefrei

Berlin, 30. Januar 2014 – 37 Entlassene in der Türkei, weil sie Mitglied einer Gewerkschaft waren, Entlassungen, Versetzungen und Suspendierungen in Indien, weil DHL-Beschäftigte eine Gewerkschaft gründen wollten und in Broschüren einer Gewerkschaft gelesen haben, ähnliche Fälle in Kolumbien, Vietnam und anderswo – die Liste der Beschwerden, die die internationale Dachorganisation der Gewerkschaften, UNI Global Union, und die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) bei der Nationalen Kontakstelle (NKS) für die OECD-Leitsätze für global agierende Unternehmen im November 2012 gegen die Deutsche Post DHL eingereicht hatte, ist lang. Jetzt konnte über die meisten Fälle eine Einigung erzielt werden, erklären die beteiligten Parteien in einem 14-seitigen Papier, das heute von der Nationalen Kontaktstelle beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie veröffentlicht wurde.

Im Falle der Türkei haben bereits im November DHL und die zuständige Gewerkschaft Tümtis Verhandlungen über Arbeitsbedingungen, Löhne und Abfindungen der Entlassenen angefangen. Ein Teil der Gekündigten hat seine Arbeit bei der DHL in der Türkei wieder aufgenommen. Auch in den anderen Ländern wurde die Klärung der Sachverhalte an die vor Ort zuständigen Gewerkschaften gegeben, in allen Fällen zugunsten der betroffen gewesenen Beschäftigten. Auch wenn sich DHL und die internationalen Gewerkschaften zukünftig viermal im Jahr treffen wollen, um Konflikte zu erörtern, so soll deren Lösung auch in Zukunft jeweils von den nationalen Akteuren gelöst werden.

ver.di, als zuständige Gewerkschaft für die DHL in Deutschland, aber auch UNI Global und die ITF fordern aber darüberhinaus weiterhin ein Internationales Rahmenabkommen für multinationale Unternehmen wie die DHL. Nur ein solches Abkommen könne die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dauerhaft regeln und Beschwerden zukünftig minimieren.

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